FACC AG startet Serienfertigung von Triebwerkskomponenten für Trent XWB
Der österreichische Luftfahrzulieferer FACC AG hat die Serienfertigung von Verbundwerkstoff-Triebwerkskomponenten für das Trent XWB-Triebwerk von Rolls-Royce begonnen. Der Auftrag umfasst vier Triebwerkskomponenten.

Der österreichische Luftfahrzulieferer FACC AG hat die Serienfertigung von Teilen aus Verbundwerkstoffen für das Trent XWB-Triebwerk von Rolls-Royce aufgenommen. Diese Komponenten sind für die Flugzeugfamilie Airbus A350 XWB vorgesehen.
Der Produktionsstart stellt einen wichtigen Meilenstein für den Geschäftsbereich Engine & Nacelles von FACC dar. Das Unternehmen lieferte in der vergangenen Woche die letzte von vier vertraglich vereinbarten Triebwerkskomponenten, eine sogenannte Fan Track Liner, termingerecht an Rolls-Royce aus. FACC ist für die Entwicklung und Fertigung dieser Triebwerkskomponenten im Rahmen eines auf die gesamte Laufzeit des Programms ausgelegten Vertrages verantwortlich. Das Trent XWB-Triebwerk, bekannt für seine Treibstoffeffizienz, wurde Ende 2014 in Dienst gestellt.
Rolls-Royce vergab den Auftrag 2012 an FACC. Das geschätzte Auftragsvolumen beläuft sich auf rund 300 Millionen US-Dollar, wobei die Lieferungen mindestens bis 2028 andauern sollen. Der Beginn der Serienfertigung ist der Höhepunkt der jahrelangen Forschungs- und Entwicklungsarbeit von FACC.
Zu den von FACC gefertigten Triebwerkskomponenten gehören die Fan Track Liner, die die Fan-Gondel abdichten und den Luftstrom steuern; die "Rear Case Liner" für die Schallabsorption; sowie Abzweigungsverkleidungen ("Bifurcation Fairings") und Flüssigkeitsschutzplatten ("Anti-Fluid Panels"). Der Einsatz von Verbundwerkstoffen in diesen Triebwerksteilen trägt zu einem reduzierten Gewicht, verbesserter Akustik und optimierter Aerodynamik bei, was letztendlich die Effizienz und Umweltleistung des Trent XWB-Triebwerks steigert.