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Verbraucher

Falsche Tierrettungen in sozialen Medien geben Anlass zur Sorge

Videos von Tierrettungen in sozialen Medien sind teilweise gestellt, wobei Tiere absichtlich in Gefahr gebracht werden könnten. Experten warnen vor möglichen Tierschutzproblemen.

12. Juni 2026
Falsche Tierrettungen in sozialen Medien geben Anlass zur Sorge

Inszenierte Tierrettungen verbreiten sich auf sozialen Medien, wobei Tiere Berichten zufolge absichtlich in gefährliche Situationen gebracht werden, um spektakuläre Videos zu erstellen. Der Deutsche Tierschutzbund weist darauf hin, dass solche Inhalte oft geteilt und angesehen werden, ohne dass die Nutzer das Leid des Tieres erkennen.

Diese gefälschten Rettungen entsprechen oft nicht den normalen Alltagssituationen von Tieren. Kerstin van Kan vom Deutschen Tierschutzbund erklärte, dass die Körpersprache des Tieres Hinweise auf eine Inszenierung geben kann. Anzeichen von Stress wie geweitete Pupillen, Abwenden des Körpers, übermäßiges Züngeln oder ängstliches sowie aggressives Verhalten können auf Tierleid in den Videos hindeuten.

Soziale Medienplattformen wie TikTok und Instagram begünstigen die Verbreitung solcher Inhalte. Algorithmen bevorzugen oft emotionale und auffällige Darstellungen, was inszenierten Tierrettungen und problematischen Tierdarstellungen eine hohe Sichtbarkeit verleiht. Dies kann dazu führen, dass die Grenzen des Akzeptablen verschwimmen und weniger kritisch hinterfragt wird.

Zudem thematisieren die Ersteller von Videos oft nicht, wenn Tiere mit Qualzuchtmerkmalen gezeigt werden. Die Nachfrage nach solchen Zuchten kann dadurch gefördert werden. Da jeder frei Inhalte im Internet veröffentlichen und sich als Experte darstellen kann, besteht die Gefahr, dass gefährliche Trainingstipps oder tierschutzwidrige Umgangsformen verbreitet werden, ohne dass Laien dies richtig einordnen können.

Originalquelle: mdr.de