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Wissenschaft

US-Behörde genehmigt kontroverse Weltraumspiegel-Test

Die US-Regulierungsbehörde FCC hat dem Startup Reflect Orbital die Genehmigung für den Test einer Satelliten mit einem großen Spiegel erteilt, der Sonnenlicht nach Sonnenuntergang zur Erde reflektieren soll. Der Beschluss stößt auf Kritik von Wissenschaftlern.

14. Juli 2026
US-Behörde genehmigt kontroverse Weltraumspiegel-Test

Die US-amerikanische Regulierungsbehörde für Telekommunikation (FCC) hat dem kalifornischen Startup Reflect Orbital die Genehmigung erteilt, einen Satelliten zu starten und zu testen, der einen riesigen Spiegel nutzen soll, um Sonnenlicht nach Sonnenuntergang zur Erde zurückzuwerfen. Die Entscheidung wurde von Astronomen und Umweltexperten kritisiert, die Bedenken hinsichtlich potenzieller Störungen der wissenschaftlichen Forschung und der natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmen von Lebewesen äußerten.

Reflect Orbital plant, den Satelliten mit einem 18 Meter breiten Dünnfilmreflektor noch in diesem Jahr in eine niedrige Erdumlaufbahn zu bringen. Langfristig strebt das Unternehmen an, bis zu 50.000 solcher Spiegel in den Orbit zu entsenden. Diese sollen dazu dienen, Sonnenlicht zur Stromerzeugung für Solarparks zu nutzen, Städte zu beleuchten und Rettungsarbeiten zu unterstützen.

Wissenschaftler äußerten ernsthafte Bedenken hinsichtlich der potenziellen Nebenwirkungen. Die American Astronomical Society warnte, dass die Spiegel die Arbeit von astronomischen Einrichtungen beeinträchtigen könnten, die auf dunkle Himmel angewiesen sind. Zudem bestehe die Gefahr vorübergehender Blendeffekte für Piloten und Autofahrer bei Nacht.

Die FCC bezeichnete diese Bedenken als "hypothetisch" und argumentierte, dass Weltraumaktivitäten nicht den Umweltgesetzen unterliegen. Das Unternehmen selbst betont, dass die Technologie den Verbrauch fossiler Brennstoffe reduzieren könnte, indem sie die Betriebszeiten von Solarparks verlängert. Die Behörde wies jedoch darauf hin, dass Bedenken erneut vorgebracht werden können, wenn das Unternehmen weitere Satelliten starten will.

Originalquelle: fastcompany.com