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Angst kann Wachstum und Erfolg fördern, sagt Expertin

Ein neues Buch argumentiert, dass Angst Daten sind, keine Feinde, und Einzelpersonen zu beruflicher und persönlicher Erfüllung führen können. Das Verstehen und Bearbeiten von Ängsten kann Potenzial freisetzen.

31. Juli 2026
Angst kann Wachstum und Erfolg fördern, sagt Expertin

Guryan Tighe, die sich als "Angsttechnikerin" bezeichnet und das Unternehmen Fourage gegründet hat, teilt die wichtigsten Erkenntnisse aus ihrem neuen Buch "Unmasking Fear: How Fears Are Our Gateways to Freedom". Tighes Arbeit konzentriert sich darauf, Einzelpersonen zu helfen, den Wert von Angst zu verstehen und eine gesunde Beziehung zu ihr zu entwickeln, mit dem Ziel, sowohl beruflichen Erfolg als auch persönliche Erfüllung zu fördern.

Tighes zentrale These ist, dass das Haupthindernis für die persönliche Entwicklung nicht die Angst selbst ist, sondern unsere unbewusste Beziehung zu ihr. Anstatt gegen die Angst zu kämpfen, plädiert sie dafür, ihr zuzuhören. Dieser Wandel, erklärt sie, kann Angst von einer Kraft, die Menschen festhält, in eine lenkende Kraft verwandeln, die sie zu ihrem gewünschten Leben und ihren Zielen führt.

Das Buch legt dar, dass Angst ein evolutionäres, oft missverstandenes Geschenk ist, das als Daten zu unserem Schutz dient. Tighe betont die Bedeutung der Unterscheidung zwischen rationalen Ängsten, die in unmittelbarer Gefahr auftreten, und irrationalen Ängsten, die sich auf Entscheidungen bezüglich Karriere, Beziehungen oder anderen Unsicherheiten im Leben beziehen. Während rationale Angst adaptiv ist, kann irrationale Angst, die unseren gegenwärtigen Zustand schützt, das Wachstum behindern. Tighe schlägt vor, dass diese irrationalen Ängste paradoxerweise Bereiche hervorheben, in denen wir uns entwickeln müssen.

Tighe erörtert auch die Verbindung zwischen Angst und Schmerz, die oft früh im Leben durch negative Erfahrungen wie Mobbing, Missbrauch oder Verlassenwerden entsteht. Diese Erfahrungen können dazu führen, dass Angst uns unbewusst darauf programmiert, ähnlichen Schmerz später im Leben zu vermeiden. Wenn wir uns dieser eingefleischten Schutzmechanismen nicht bewusst sind, können sie unbewusst weiter unsere Entscheidungen steuern und uns daran hindern, ein potenziell erfüllteres Leben zu führen.

Ein Schlüsselwerkzeug, das Tighe vorstellt, ist die "Pause". Durch spezifische Übungen können Einzelpersonen lernen, automatische Reaktionen zu identifizieren und Raum für bewusste Entscheidungen zu schaffen. Diese kurze Pause, die oft nur einen Atemzug dauert, kann alte Muster durchbrechen und gezieltes Handeln hin zu gewünschten Ergebnissen ermöglichen.

Originalquelle: fastcompany.com