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US-Notenbank Federal Reserve signalisiert Zinspause bei optimistischem Wachstumsausblick

Die US-Notenbank Federal Reserve senkte die Leitzinsen zum dritten Mal in Folge um 25 Basispunkte, signalisierte aber eine Zinspause für die kommenden Monate. Die Fed rechnet mit robustem Wirtschaftswachstum und nachlassendem Inflationsdruck.

7. Juni 2026
US-Notenbank Federal Reserve signalisiert Zinspause bei optimistischem Wachstumsausblick

Die US-Notenbank Federal Reserve hat im Rahmen ihrer jüngsten Sitzung den Leitzins um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent gesenkt. Dies ist die dritte aufeinanderfolgende Zinssenkung in diesem Zyklus, die vor dem Hintergrund einer sich eintrübenden Arbeitsmarktlage und einer sich abschwächenden Inflation erfolgte.

Allerdings deutete die Fed eine Zinspause für die kommenden Monate an. Notenbankchef Jerome Powell erklärte, dass die Fed mit den bisherigen Senkungen die obere Grenze des neutralen geldpolitischen Kurses erreicht habe und nun die weitere Wirtschaftsentwicklung abwarten wolle. Die Prognosen der FOMC-Mitglieder (sogenannte "Dots") sehen eine weitere Zinssenkung frühestens im Jahr 2026 vor, wobei einige Mitglieder unveränderte Zinsen präferieren.

Gleichzeitig hob die Fed ihre Wachstumsprognosen deutlich an. Für das Jahr 2026 wird nun ein Wirtschaftswachstum von 2,3 Prozent erwartet, eine Anhebung von 1,8 Prozentpunkten gegenüber der September-Prognose. Powell begründete dies mit einer robusten Konsumdynamik, starken Investitionen im Bereich künstliche Intelligenz und einer expansiven Fiskalpolitik.

Die Inflationserwartungen wurden ebenfalls angepasst. Die prognostizierte Kerninflation für 2026 liegt nun bei 2,5 Prozent, was unter früheren Schätzungen und den Markterwartungen liegt. Die Fed sieht derzeit keine Anzeichen für einen durch Zölle verursachten nachhaltigen Inflationsschub; stattdessen werden im Dienstleistungssektor nachlassende Preisdrucktendenzen erwartet.

Zusätzlich kündigte die Fed den Ankauf von monatlich 40 Milliarden US-Dollar an kurzlaufenden US-Staatsanleihen (T-Bills) ab Dezember an, um die Liquidität am Geldmarkt zu stützen. Hermann Bantleon GmbH bewertet die Kommunikation der Fed als ausgewogen, die Erwartungen an weitere Zinssenkungen dämpfend, aber ohne die Möglichkeit zukünftiger Lockerungen gänzlich auszuschließen.

Originalquelle: bantleon.com