Bundesrichter stoppt Paramounts Übernahme von Warner Bros
Ein Bundesrichter hat eine 14-tägige einstweilige Verfügung erlassen, die Paramounts Übernahme von Warner Bros im Wert von 111 Milliarden Dollar stoppt. Der Deal steht unter kartellrechtlicher Prüfung von 12 Bundesstaaten.

Ein Bundesrichter hat die geplante Übernahme von Warner Bros durch Paramount im Wert von 111 Milliarden Dollar für 14 Tage gestoppt. Die einstweilige Verfügung, erlassen von Richterin Araceli Martínez-Olguín vom U.S. District Court for the Northern District of California, legt die hochkarätige Medienfusion vorerst auf Eis, während rechtliche Anfechtungen laufen. Der Schritt erfolgte als Reaktion auf eine Klage, die besagt, dass die Übernahme gegen Kartellgesetze verstößt.
Die Aussetzung wurde von 12 Bundesstaaten, darunter Kalifornien und New York, beantragt, die die Transaktion blockieren wollen. Ihre Klage argumentiert, dass die Fusion Paramount eine "übermäßige Dominanz" bei der Produktion von großen Filmen und Basis-Kabelkanälen verleihen würde, was potenziell Einnahmequellen beeinträchtigen könnte. The New York Times berichtete über diese Bedenken hinsichtlich der Marktmacht von Paramount.
Paramount hatte zuvor in diesem Jahr einer Übernahme von Warner Bros zugestimmt und damit Konkurrenten wie Netflix bei einem der größten Mediengeschäfte der Geschichte überboten. Die Zukunft dieser bedeutenden Transaktion ist aufgrund des richterlichen Eingreifens nun ungewiss.
Paramount hat die Forderung der Bundesstaaten bestritten und argumentiert, dass die Blockade unnötig sei, und beabsichtigt, den Deal vor Gericht zu verteidigen. Experten deuten darauf hin, dass die derzeitige Fusionskontrolle durch die Bundesbehörden nachsichtig war, was impliziert, dass die Nichteinmischung des Justizministeriums möglicherweise nicht die kartellrechtlichen Vorzüge der Übernahme widerspiegelt.