US-Behörde fordert: Autonome Fahrzeuge dürfen Einsatzkräfte nicht behindern
Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hat Entwickler autonomer Fahrzeuge aufgefordert, die Arbeit von Rettungsdiensten und Polizei nicht zu behindern.

Die US-Behörde für Straßenverkehrssicherheit (NHTSA) hat eine Anweisung an Entwickler autonomer Fahrzeuge (AV) herausgegeben, die besagt, dass es inakzeptabel ist, wenn ihre Fahrzeuge Rettungsdienste oder Strafverfolgungsbehörden behindern.
NHTSA-Administrator Jonathan Morrison stellte in einem Schreiben fest, dass die Behörde ein "klares Muster von fahrerlosen AVs identifiziert hat, die Strafverfolgungsbehörden und andere Ersthelfer behindern". Er nannte Beispiele, bei denen diese Fahrzeuge in aktive Einsatzgebiete eingefahren sind, den Weg von Krankenwagen und Feuerwehr blockierten oder grundlegende Sicherheitsbedingungen wie Blinklichter, Fackeln, Rauch, Feuer und Verkehrskegel nicht erkannten oder darauf reagierten.
Morrison betonte, dass "Einsatzorte keine seltenen oder extremen 'Randfälle' sind". Die NHTSA fordert nun von den AV-Entwicklern bis Ende des Monats die Präsentation ihrer "Lösungen" für dieses Problem. "Die Unfähigkeit, solche Situationen zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren, stellt eine funktionale Unzulänglichkeit dar", heißt es in Morrisons Schreiben.
Die Forderung der Behörde unterstreicht die wachsenden Bedenken hinsichtlich der Sicherheit autonomer Fahrzeuge und ihre Interaktion mit der bestehenden Verkehrsinfrastruktur und den Rettungsdiensten. Ein Versäumnis, Einsatzfahrzeuge oder Gefahrensituationen korrekt zu erkennen und darauf zu reagieren, könnte sowohl die Insassen der AVs als auch andere Verkehrsteilnehmer gefährden.