Figma veranstaltet "Design-Beerdigung" im Zeitalter der KI
Die Designplattform Figma hat in New York eine symbolische "Beerdigung des Designs" abgehalten. Die Veranstaltung spiegelt Bedenken über die Auswirkungen von künstlicher Intelligenz auf die Designbranche und ihre Arbeitsplätze wider.

Die Designplattform Figma veranstaltete zu Beginn des Sommers ein Event, das sie als "Beerdigung des Designs" bezeichnete. Die Pop-up-Veranstaltung in New York City, Teil einer größeren Werbekampagne, zielte darauf ab, eine Diskussion über die Rolle der künstlichen Intelligenz (KI) und ihre Auswirkungen auf das Designberufsbild anzustoßen.
Die Initiative war teilweise eine Reaktion auf die Einführung von Claude Design von Anthropic, einem Werkzeug, das als Konkurrent betrachtet wird. Der Rücktritt von Mike Krieger aus dem Figma-Vorstand vor der Einführung ging einem bemerkenswerten Rückgang der Marktkapitalisierung von Figma voraus, was die Unsicherheit in der Branche unterstreicht.
Figma, ein etablierter Akteur im Bereich Design-Tools, steht seit seinem Börsengang unter Beobachtung. Trotz anhaltenden Umsatzwachstums ist die Aktie des Unternehmens von ihrem Höchststand deutlich gefallen, was breitere Bedenken über die Zukunft des Designs im KI-Zeitalter widerspiegelt.
Die Unsicherheit in der Branche ist nicht neu. Der Aufstieg von KI-Werkzeugen wie DALL-E und Midjourney hat Ängste geschürt, dass KI menschliche Designer ersetzen könnte. Branchenexperten weisen jedoch darauf hin, dass technologische Fortschritte den Designprozess bereits zuvor umgestaltet haben, ohne den Beruf zu eliminieren.
Während KI-Tools wie Claude Design und Figma Make es mehr Personen ermöglichen, Designs ohne umfangreiche Ausbildung zu erstellen, ist die Zahl der berufstätigen Designer höher als je zuvor. Laut dem U.S. Bureau of Labor Statistics ist die Zahl der Designer in den letzten Jahrzehnten erheblich gestiegen. Figma selbst prognostiziert eine wachsende Nachfrage nach Designern.