Fintech-Unternehmen Navi plant Börsengang und sucht neue Finanzierung
Das indische Fintech-Unternehmen Navi plant, seinen Entwurf für den Börsengang (IPO) bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres einzureichen. Das Unternehmen verhandelt zudem über eine neue Eigenkapitalfinanzierungsrunde.

Das Fintech-Unternehmen Navi bereitet die Einreichung seines "DRHP" (Draft Red Herring Prospectus) für einen Börsengang (IPO) bis zum März-Quartal des laufenden Geschäftsjahres vor. Dies markiert einen bedeutenden Schritt in Richtung einer öffentlichen Notierung.
Der geplante Börsengang wird voraussichtlich sowohl eine Neuemission von Aktien als auch ein Verkaufsangebot bestehender Aktionäre umfassen, wobei die endgültige Aufteilung noch festgelegt werden muss. Vor dem öffentlichen Angebot spricht Navi Berichten zufolge über die Aufnahme einer neuen Eigenkapitalfinanzierungsrunde. Laut Quellen soll der Investor Prosus diese Runde anführen, was die erste externe Kapitalzufuhr für die Kreditplattform des Unternehmens darstellen würde.
Die Verhandlungen sind Berichten zufolge auf einige Bewertungsunterschiede gestoßen. Prosus soll bereit sein, zu einer Bewertung von rund 13.000 Crore Rupien (ca. 1,4 Milliarden US-Dollar) zu investieren, was niedriger ist als frühere Schätzungen. Frühere Berichte deuteten darauf hin, dass Navi eine Bewertung zwischen 1,8 und 2 Milliarden US-Dollar anstrebte.
Gegründet im Jahr 2018 von Flipkart-Mitbegründer Sachin Bansal, bietet Navi eine Reihe von Finanztechnologiedienstleistungen an. Dies ist der zweite Versuch von Navi, an die Börse zu gehen; eine frühere IPO-Anmeldung aus dem Jahr 2022 wurde aufgrund ungünstiger Marktbedingungen für Tech-Bewertungen zurückgezogen.
Finanziell verzeichnete die NBFC-Sparte von Navi im Geschäftsjahr 2026 einen Rückgang des Nettogewinns um 46 % gegenüber dem Vorjahr, während die operativen Einnahmen um 17 % stiegen. Die Bemühungen des Unternehmens um einen Börsengang werden trotz früherer marktbedingter Rückschläge fortgesetzt.