Brand bei Rohbau eines KI-Rechenzentrums deckt Sicherheitsmängel auf
Ein Brand in einem noch unfertigen Gebäude des KI-Rechenzentrums Lake Mariner in Somerset, New York, legte Sicherheitsmängel und fehlende Informationen für die örtliche Feuerwehr offen.

Ein Brand, der Anfang Juni in einem noch im Bau befindlichen Gebäude des Lake Mariner Datacenter in Somerset, New York, ausbrach, hat die mangelnde Vorbereitung und Informationslage der örtlichen Feuerwehr offengelegt. Berichten zufolge trafen die Einsatzkräfte auf eine Anlage ohne funktionierende Brandmeldeanlage oder Löschanlage sowie auf drei nicht einsatzbereite Hydranten.
Zusätzlich zu den technischen Mängeln sollen auch wichtige Sicherheitsdokumente, auf die die Feuerwehr rechtlich Anspruch hat, bei dem Brand vernichtet worden sein. Steve Matisz, Leiter der Feuerwehr von Barker, beschrieb, wie seine Mannschaft "blind" vorging und auf unbekannte Chemikalien stieß, da die Sicherheitsdatenblätter fehlten. Er bezeichnete die Situation als "schwierig".
Der 3,2 Milliarden Dollar teure Komplex, der auf dem Gelände einer ehemaligen Kohlemine am Lake Ontario errichtet wird, stellt eines der größten KI-Rechenzentrumsprojekte in New York dar und involviert mehrere Parteien.
Das Datacenter wird von TeraWulf betrieben, das das Gelände von einer Firma seines eigenen CEO mietet. Das britische KI-Unternehmen Fluidstack wird den Betrieb leiten. Google hat sich eine zukünftige Beteiligung von 14 Prozent gesichert und übernimmt Bürgschaften für die Mietzahlungen von Fluidstack. Zu den KI-Unternehmen, deren Rechenbedarf die Anlage decken soll, gehört Anthropic.