Fünf Führungsverhaltensweisen, die gute Mitarbeiter vertreiben
Forschungsergebnisse zeigen, dass bestimmte Führungsverhaltensweisen die Moral und das Vertrauen der Mitarbeiter untergraben, was zu Personalfluktuation führt.

Effektive Führung zielt grundsätzlich darauf ab, Menschen zum Erfolg zu verhelfen. Wenn Mitarbeitern die notwendigen Werkzeuge, Unterstützung, Klarheit, Entwicklungsmöglichkeiten und Ermutigung fehlen, sinken Motivation und Engagement, was sie dazu veranlasst, sich anderweitig umzusehen.
Laut Führungsexperte Marcel Schwantes tragen Manager, die in Schlüsselbereichen versagen, direkt zum Weggang wertvoller Mitarbeiter bei. Er beschreibt fünf häufige Führungsverhaltensweisen, die die Moral schädigen und das Vertrauen untergraben:
Selbstbezogene Führung, bei der Manager alles auf sich selbst beziehen und andere herabsetzen, was Mitarbeiter davon abhält, sich zu äußern oder Risiken einzugehen. Das Ignorieren von Arbeitsleistungen. Mitarbeiter schätzen Anerkennung für ihre Bemühungen, und konsequente Wertschätzung steigert Engagement und Produktivität.
Mitarbeiter als Kostenfaktoren statt als Individuen zu betrachten. Diese veraltete Denkweise führt zu erhöhter Belastung, Burnout und kostspieliger Fluktuation. Übermäßige Kontrolle und Mikromanagement ersticken Innovation und Eigenverantwortung, da Mitarbeiter daran gehindert werden, selbstständig zu denken oder Entscheidungen zu treffen. Das Zurückhalten von Informationen untergräbt das Vertrauen. Mitarbeiter erwarten Transparenz bezüglich der Ausrichtung des Unternehmens und der Gründe für Entscheidungen.
Schwantes betont, dass Menschen nicht Unternehmen verlassen, sondern Manager, die diese schädlichen Verhaltensweisen zeigen. Menschenzentrierte Führungskräfte konzentrieren sich darauf, ihre Mitarbeiter zu unterstützen, zu entwickeln und Hindernisse aus dem Weg zu räumen, was Engagement und hohe Leistungsbereitschaft fördert.