Fliegende Roboter automatisieren Lagerinventur
Forscher des Fraunhofer-Instituts entwickeln fliegende Roboter zur automatischen Lokalisierung und Erfassung von Lagerbeständen. Die Technologie zielt darauf ab, die Effizienz der Lagerverwaltung zu steigern und Kosten für manuelle Inventuren zu senken.
Forscher des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML entwickeln im Rahmen des Projekts InventAIRy fliegende Roboter zur Automatisierung von Lagerinventuren. Herkömmliche manuelle Bestandsaufnahmen sind zeitaufwendig und kostspielig und legen oft einen Großteil des Lagerbetriebs lahm.
Die autonomen fliegenden Roboter sollen Lagerhallen selbstständig navigieren, Waren mittels Barcodes und RFID-Tags identifizieren und automatisch erfassen. Ein wesentlicher Vorteil ist ihre Fähigkeit, sich ungehindert in jede Richtung zu bewegen und schwer zugängliche Bereiche wie hohe Lagerregale zu erreichen.
Das System verzichtet auf teure lokale Infrastrukturen. Stattdessen erstellen und aktualisieren die fliegenden Roboter Lagerkarten automatisiert mithilfe von Sensoren wie Ultraschall, 3D-Kameras und Laserscannern. Die gesammelten Daten werden drahtlos an bestehende Lagerverwaltungssysteme übertragen, was Fehler reduziert und Kosten spart.
Erste Ergebnisse sind vielversprechend; teilautomatisierte Flüge sind für Mitte 2015 geplant. Ziel ist es, die Überwachung von Materialflüssen in der Produktion zu verbessern und potenzielle Engpässe frühzeitig zu erkennen.