Fußball-WM: Sachsen-Anhalt setzt auf Kneipen statt Großevents
Im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt finden öffentliche Übertragungen der Fußball-WM vor allem in Kneipen und Bars statt, anstatt bei großen Open-Air-Veranstaltungen. Lokale Behörden legen spezifische Regeln fest.

MDR Aktuell berichtet, dass im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt der Fokus bei öffentlichen Public-Viewing-Veranstaltungen zur Fußball-Weltmeisterschaft auf Kneipen und Bars liegt, anstelle von großen Open-Air-Events. Lokale Behörden setzen dabei spezifische Regeln für diese Zusammenkünfte.
Angesichts des bevorstehenden Turnierstarts werden Tausende von Menschen die Spiele der deutschen Nationalmannschaft und weitere Partien an verschiedenen Orten im ganzen Bundesland verfolgen. Große Public-Viewing-Veranstaltungen, die in der Vergangenheit Tausende von Fans anzogen, sind in Sachsen-Anhalt derzeit nicht geplant. Dennoch können Fans die Spiele in zahlreichen Restaurants und Kulturzentren gemeinsam verfolgen.
Sachsen-Anhalt hat befristete Ausnahmeregelungen für die üblichen Nachtruhezeiten, die normalerweise um 22 Uhr beginnen, eingeführt, um Freiluftübertragungen zu ermöglichen. Insbesondere die Stadt Halle erlaubt Biergärten und gastronomischen Außenbereichen die Übertragung von Spielen, die spätestens um 22 Uhr angepfiffen werden. In Städten wie Magdeburg gibt es bislang keine vergleichbaren allgemeinen Erlasse, und Veranstalter von Open-Air-Events müssen im Voraus Genehmigungen einholen.
Für Gaststätten gelten zudem die Bestimmungen des Gewerbe- und Gaststättenrechts. Wer Spiele nach 22 Uhr im Freien zeigen möchte, muss sich vorab mit den Ordnungsämtern abstimmen. Mögliche Ausnahmen werden im Einzelfall geprüft, und für Außenbereiche gilt generell eine Sperrstunde ab 1 Uhr.
Die Stadt Halle hat zudem die Sicherheitsvorkehrungen in der "Kleinen Ulrichstraße", einer beliebten Kneipenstraße, verstärkt. Mobile Absperrungen wurden installiert, um die Zufahrt für Fahrzeuge während der Spiele zu verhindern. Ziel ist es, das Risiko gezielter Angriffe bei öffentlichenViewing-Veranstaltungen zu verringern. Diese Maßnahmen stoßen jedoch bei Gastronomen auf Kritik, da sie angeben, nicht ausreichend informiert worden zu sein.