Ehemalige Elite-Fußballspieler zeigen mittlere Gehirngesundheitsveränderungen
Eine neue Studie mit 142 ehemaligen Elite-Fußballspielern zeigt höhere Raten von Depressionen, Angstzuständen und strukturellen Hirnunterschieden im mittleren Alter.

Neue Forschungsergebnisse, die auf der Alzheimer's Association International Conference (AAIC) 2026 in London am 12. Juli 2026 vorgestellt wurden, deuten auf Veränderungen der Gehirngesundheit bei ehemaligen Elite-Fußballspielern im mittleren Lebensalter hin. Die Studie, an der 142 ehemalige Profispieler im Alter von 30-60 Jahren teilnahmen, ergab, dass sie im Vergleich zu einer Kontrollgruppe höhere Raten von Depressionen und Angstzuständen sowie subjektive Schwierigkeiten beim Denken und Entscheiden berichteten.
MRT-Gehirnscans deckten Unterschiede in der Gehirnstruktur auf, wobei einige ehemalige Spieler ein reduziertes Volumen an grauer Substanz in Regionen zeigten, die für Gedächtnis, Aufmerksamkeit und emotionale Regulierung wichtig sind. Während objektive kognitive Tests keine signifikanten Gruppenunterschiede zeigten, erfordern die beobachteten Symptome und strukturellen Befunde weitere Untersuchungen der wiederholten Kopfschläge im Sport.
"Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass es messbare Auswirkungen auf die Gehirngesundheit bei ehemaligen Elite-Fußballspielern auch im mittleren Lebensalter geben kann, bevor eine klinisch erkennbare neurodegenerative Erkrankung typischerweise auftreten würde", sagte Caleigh Grace Lynch, M.Sc., Hauptautorin der Studie. Zusätzliche auf der AAIC 2026 vorgestellte Studien brachten auch eine stärkere Kopfballbelastung und längere Fußballkarrieren mit Biomarkern für Nervenverletzungen und CTE-Risiko in Verbindung.
Forscher betonten die Bedeutung von Verletzungsprävention und Überwachung. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, dass Spieler, Ärzte und Sportorganisationen die Risiken von Kontaktsportarten besser verstehen und eine sicherere Teilnahme fördern können. Zukünftige Arbeiten werden sich auf die Längsschnittbeobachtung und zusätzliche Biomarker konzentrieren, um den Zusammenhang zwischen Kopfschlägen und langfristiger Gehirngesundheit zu klären.