Ehemaliger OpenAI-Ingenieur nach Spionagevorwürfen in Haft
Ein Bundesrichter hat die Freilassung gegen Kaution für einen ehemaligen OpenAI-Mitarbeiter abgelehnt, dem die Installation von Abhörgeräten in Firmenräumen vorgeworfen wird.

Ein Bundesgericht in San Francisco hat den Antrag auf Haftverschonung gegen Kaution für den ehemaligen OpenAI-Ingenieur Abdulrahman Alfozan abgelehnt. Staatsanwälte legten Beweise vor, wonach der 35-Jährige kurz vor einer geplanten Flucht nach Saudi-Arabien stand, als er im September festgenommen wurde.
Alfozan wird vorgeworfen, in einem Konferenzraum von OpenAI, in dem hochsensible technische und strategische Informationen besprochen wurden, ein getarntes Aufnahmegerät platziert zu haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelte es sich um ein technisch ausgereiftes Gerät mit Verschlüsselung. Das Unternehmen gab an, Hinweise auf Pläne für weitere Abhörversuche gefunden zu haben.
Die Anklage stützt sich zudem auf die rasche Ausreise von Alfozans Familie, die nach der Festnahme mit Unterstützung saudischer Regierungsstellen die USA verließ. Trotz der Einwände der Verteidigung, die auf die langjährige Verwurzelung ihres Mandanten in den USA verwies, stufte das Gericht die Fluchtgefahr als zu hoch ein.
Alfozan, der seit Mitte 2025 für OpenAI tätig war, wurde nach seiner Verhaftung entlassen. Ihm drohen bei einer Verurteilung wegen des unbefugten Abfangens von Kommunikation bis zu fünf Jahre Haft.