Frühere Profi-Fußballer zeigen mittlere Lebensjahre Gehirnveränderungen laut Studie
Eine neue Studie an ehemaligen Profi-Fußballern zeigt Gehirnveränderungen und psychische Gesundheitsprobleme im mittleren Lebensalter. Die Ergebnisse wurden auf dem internationalen Kongress der Alzheimer's Association vorgestellt.

London – Eine neue Studie, die auf dem internationalen Kongress der Alzheimer's Association (AAIC) in London vorgestellt wurde, hat bedeutende Ergebnisse hinsichtlich der Gehirngesundheit ehemaliger Profi-Fußballer aufgedeckt. Die Forschung verglich 142 ehemalige Elite-Fußballer im Alter von 30 bis 60 Jahren mit einer Kontrollgruppe von 56 gesunden Personen ohne Vorgeschichte von Kontaktsportarten oder Kopfverletzungen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Fußballer im mittleren Lebensalter im Vergleich zur Kontrollgruppe höhere Depressions- und Angstwerte sowie Schwierigkeiten beim Denken und bei der Entscheidungsfindung berichteten.
M MRT-Bildgebung zeigte Unterschiede in der Gehirnstruktur zwischen den ehemaligen Spielern und der Kontrollgruppe. Insbesondere wurde eine Verringerung des Volumens grauer Substanz in mehreren Hirnregionen festgestellt, die für Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Entscheidungsfindung und Emotionsregulation wichtig sind. Obwohl keine signifikanten Unterschiede in kognitiven Tests zwischen den Gruppen festgestellt wurden, berichteten die Fußballer über deutlich mehr psychiatrische Symptome und selbst eingeschätzte Schwierigkeiten bei der Konzentration und Problemlösung.
Laut der Studie erfüllten fast ein Drittel (31 %) der ehemaligen Spieler die Kriterien für klinisch signifikante Depressionssymptome, verglichen mit 9 % in der Kontrollgruppe. Bei Angstzustandssymptomen erfüllten 42 % der Fußballer die Kriterien, verglichen mit 25 % in der Kontrollgruppe. Die Forscher betonen jedoch, dass die Ergebnisse vorläufig sind und weitere Untersuchungen erfordern, um einen kausalen Zusammenhang zwischen wiederholten Kopfstößen und den beobachteten Veränderungen endgültig festzustellen.
Diese Ergebnisse stützen eine wachsende Zahl von Belegen, die das Fußballspielen, insbesondere wiederholte Kopfstöße und längere Karrieren, mit Biomarkern für neuronale Verletzungen und einem erhöhten Risiko für chronische traumatische Enzephalopathie (CTE) in Verbindung bringen. Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit einer langfristigen Überwachung und zusätzlicher Forschung, um die Auswirkungen von Sportarten auf die Gehirngesundheit im Laufe der Zeit besser zu verstehen.