📣 Senden Sie uns Ihre Pressemitteilung
Seite aktualisiert sich alle 15 Minuten
Technologie

Ehemaliger Ransomware-Berater zu fast sechs Jahren Haft wegen Betrugs verurteilt

Angelo John Martino III, ein ehemaliger Verhandlungsführer für Ransomware-Lösegeld bei DigitalMint, wurde zu fast sechs Jahren Gefängnis wegen Betrugs verurteilt. Er arbeitete mit Hackern zusammen, um Millionen von Unternehmen zu erpressen, die er schützen sollte.

12. Juli 2026
Ehemaliger Ransomware-Berater zu fast sechs Jahren Haft wegen Betrugs verurteilt
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Angelo John Martino III, ein ehemaliger Verhandlungsführer für Ransomware-Lösegeld bei der Cybersicherheitsfirma DigitalMint, wurde in den USA zu 70 Monaten Gefängnis verurteilt, fast sechs Jahre. Martino wurde für schuldig befunden, die Kunden seines Arbeitgebers betrogen und mit Ransomware-Akteuren konspiriert zu haben, um insgesamt 75,3 Millionen US-Dollar von fünf US-Unternehmen zu erpressen.

Die Staatsanwaltschaft gab an, dass Martino vertrauliche Informationen aus seiner Rolle als Verhandlungsführer ausgenutzt hat, darunter die Verhandlungsgrenzen der Opferunternehmen und die Obergrenzen der Versicherungsdeckung. Diese Informationen leitete er dann an Mitglieder der ALPHV (auch bekannt als BlackCat) Ransomware-Gruppe weiter, um ihnen zu helfen, höhere Lösegelder zu fordern, und arbeitete damit effektiv an beiden Seiten der Verhandlungen.

Die angegriffenen Unternehmen zahlten zwischen April und September 2023 Lösegelder. Zu den Opfern gehörten eine gemeinnützige Organisation, ein Finanzdienstleistungsunternehmen und ein Hotelunternehmen. Martino, der 2022 zu DigitalMint kam, war bereits vor seiner Anstellung in Cyberkriminalität verwickelt.

Martino bekannte sich im April schuldig der Verschwörung zur Erpressung und wurde im Mai zu vier Jahren Gefängnis verurteilt, weil er mehrere Ransomware-Angriffe mit zwei anderen Cybersicherheitsexperten geplant und durchgeführt hatte. DigitalMint hat erklärt, dass sie von Martinos kriminellen Aktivitäten nichts wussten und ihn nach Benachrichtigung über die Untersuchung sofort entlassen haben.

Der Fall beleuchtet die potenziellen Risiken in der Ransomware-Verhandlungsbranche, die oft unter strenger Vertraulichkeit operiert. US-Behörden haben im vergangenen Jahr BlackCat-Operationen erfolgreich gestört und ein Entschlüsselungswerkzeug entwickelt, um zahlreichen Opfern zu helfen.

Originalquelle: ithome.com