Ehemaliger Rockstar-Mitarbeiter enthüllt letzte Wochen der GTA-Entwicklung
Der frühere technische Direktor von Rockstar North, Obbe Vermeij, enthüllte, dass das Unternehmen die GTA-Spiele in den letzten zwei Wochen vor der Veröffentlichung komplett durchspielte, um Fehler zu finden.

Obbe Vermeij, ehemaliger technischer Direktor bei Rockstar North, hat Einblicke in den Entwicklungsprozess der Grand Theft Auto-Serie in den Wochen vor der Veröffentlichung gegeben. Laut Vermeij widmete Rockstar die letzten zwei Wochen vor der Veröffentlichung eines Spiels dem vollständigen Durchspielen des Titels, um verbleibende Fehler zu identifizieren.
Vermeij, der 1995 zu Rockstar kam und an Titeln wie GTA 3, Vice City, San Andreas und GTA IV mitwirkte, beschrieb den Entwicklungsprozess als einen normalen Arbeitsalltag. Die meisten Mitarbeiter verbrachten acht Stunden am Tag an ihren Arbeitsplätzen und konzentrierten sich auf ihre jeweiligen Bereiche wie Grafik, Code oder Musik. Wichtige Entscheidungen bezüglich Gameplay oder Story waren selten, und die späteren Entwicklungsphasen bestanden hauptsächlich darin, einen ständigen Strom von Fehlern zu beheben.
Er hob eine besondere Praxis hervor: eine zweiwöchige „Einfrierungsphase“ vor der Fertigstellung des Spiels, in der alle Mitarbeiter das gesamte Spiel durchspielen mussten. Dies diente dazu, letzte, unentdeckte Fehler zu finden. Vermeij merkte an, dass dies oft seine erste Erfahrung war, das Spiel in der Missionsreihenfolge zu spielen und die vollständige Erzählung zu erleben, wobei er manchmal auf Missionen stieß, von denen er während der Entwicklung noch nie gehört hatte.
Vermeij verließ Rockstar North im Jahr 2009, sodass unklar ist, ob diese Entwicklungstradition für spätere Titel wie GTA V oder Red Dead Redemption 2 fortgesetzt wurde. Er teilte auch mit, dass die Codebasis der meisten GTA-Spiele in C++ geschrieben ist, wobei Leveldesigner Rockstars proprietäre Skriptsprache für die Missionslogik verwendeten.