Ehemalige Senatorin Lincoln lobbyiert nun für Kalshi-Prognosemarkt
Die frühere US-Senatorin Blanche Lincoln, die zuvor Bedenken wegen Prognosemärkten äußerte, lobbyiert nun für Kalshi, eine Plattform, die solche Märkte anbietet. Ihr Unternehmen hat erhebliche finanzielle Mittel von Kalshi erhalten.

Die frühere US-Senatorin Blanche Lincoln hat eine neue Rolle als Lobbyistin für Kalshi übernommen, eine Plattform für Prognosemärkte. Dieser Schritt erfolgt, nachdem Lincoln zuvor Bedenken hinsichtlich des Potenzials von Prognosemärkten für Glücksspiel geäußert hatte. Als Senatorin spielte sie eine Rolle bei der Gesetzgebung, die diese Märkte heute regelt.
Im Jahr 2010 warnte Lincoln während der Senatsdebatten über das Dodd-Frank-Gesetz, dass Prognosemärkte zur Umgehung von Glücksspielgesetzen genutzt werden könnten, indem sie "Ereigniskontrakte" anbieten, die sich auf Sportereignisse beziehen. Sie erklärte damals, dass solche Kontrakte keinen wirklichen kommerziellen Zweck hätten und ausschließlich zum Wetten verwendet würden.
Lincolns Firma hat seit Anfang 2024 480.000 US-Dollar von Kalshi erhalten. Die Lobbyarbeit konzentriert sich darauf, die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) davon zu überzeugen, sportbezogenes Glücksspiel auf Kalshis Prognosemärkten zuzulassen, was eine Kehrtwende in ihrer Haltung zur Regulierung dieser Plattformen darstellt.
Die Entwicklungen werfen Fragen zur sich wandelnden Regulierungslandschaft für Prognosemärkte und dem Einfluss ehemaliger Gesetzgeber auf politische Entscheidungen im Bereich der Finanztechnologie auf.