Fortum kooperiert mit Framatome bei Entwicklung von neuem europäischem Kernbrennstoff
Fortum hat eine Vereinbarung mit Framatome zur Entwicklung neuartiger europäischer Kernbrennstoffe für VVER-Reaktoren getroffen, um die Abhängigkeit Europas von Energieimporten zu verringern.

Der Energiekonzern Fortum hat eine Kooperationsvereinbarung mit dem französischen Unternehmen Framatome zur Entwicklung von europäischem Kernbrennstoff für VVER-Reaktoren unterzeichnet. Neben Fortum sind auch ČEZ aus Tschechien, MVM Paks aus Ungarn und Slovenské Elektrárne aus der Slowakei an dem Projekt beteiligt.
Das Ziel der Zusammenarbeit ist die Diversifizierung der Brennstoffversorgung und die Reduzierung der europäischen Abhängigkeit von Energieimporten. Die Entwicklung wird in mehreren Phasen erfolgen, wobei regelmäßige Brennstofflieferungen für Anfang der 2030er-Jahre vorgesehen sind. Die Grundlage bildet eine vollständig europäische Design- und Lieferkette, einschließlich der Framatome-Werke in Frankreich und Deutschland.
„Die Sicherheit der Energieversorgung hat für uns bei Fortum strategische Priorität. Die Diversifizierung der gesamten Wertschöpfungskette für Kernbrennstoff stärkt unsere Fähigkeit, Strom zuverlässig an unsere Kunden zu liefern“, sagte Petra Lundström, Executive Vice President für Fortums Kernkraftaktivitäten.
Dies ist Fortums zweites Projekt zur Diversifizierung der Brennstoffversorgung für das Kernkraftwerk Loviisa, nach einer früheren Vereinbarung mit Westinghouse Electric Company. In der EU sind 19 VVER-Reaktoren in Betrieb, die eine wichtige Rolle für die CO2-arme Stromerzeugung des Blocks spielen.