Fortum und Microsoft nutzen Abwärme aus finnischen Rechenzentren
Fortum und Microsoft kooperieren, um die Abwärme eines neuen Rechenzentrums in Finnland in das Fernwärmenetz einzuspeisen.

Fortum und Microsoft haben ein Gemeinschaftsprojekt gestartet, bei dem die bei der Kühlung von Servern in neuen Rechenzentren entstehende Wärme in das Fernwärmenetz geleitet wird. Das System soll bis zu 40 Prozent des Fernwärmebedarfs in Espoo und Umgebung decken. Dabei wird ausschließlich CO2-freier Strom für den Betrieb der Rechenzentren genutzt.
Das Projekt verknüpft technologische Infrastruktur mit lokaler Energieversorgung. Während Microsoft die Notwendigkeit von Hochleistungskapazitäten durch den Ausbau der Rechenzentren bedient, nutzt Fortum die Wärmeenergie, um den Dekarbonisierungspfad für seine Fernwärmesparte voranzutreiben. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 eine vollständig klimaneutrale Fernwärmeproduktion zu erreichen.
Die Zusammenarbeit unterstreicht den Wandel in der Planung von Rechenzentren, bei dem die Standortwahl zunehmend an die vorhandene Energieinfrastruktur gekoppelt wird. Experten sehen darin einen effizienten Ansatz, um den Energiebedarf digitaler Infrastrukturen mit den ökologischen Zielen kommunaler Wärmenetze zu versöhnen.