Fortum und Nationale Notvorrat Agentur vereinbaren Reserveproduktion im Kohlekraftwerk Meri-Pori
Der Energiekonzern Fortum und die Finnische Nationale Notvorrat Agentur (NESA) haben eine Vereinbarung getroffen, die Produktionskapazität des Kohlekraftwerks Meri-Pori zu reservieren. Der bis Ende 2027 gültige Vertrag soll die Stromversorgung in schweren Störfällen sicherstellen.

Fortum und die Finnische Nationale Notvorrat Agentur (NESA) haben eine Vereinbarung unterzeichnet, die Produktion des Kohlekondensationskraftwerks Meri-Pori für schwere Störungen und Notfallsituationen zu reservieren. Dies soll die Versorgungssicherheit im finnischen Stromsystem gewährleisten. Die Vereinbarung gilt vom 1. März 2024 bis zum 31. Dezember 2027.
In den kommenden Wintermonaten wird das Kraftwerk Meri-Pori auch kommerziell betrieben, um die Versorgungssicherheit auf dem nordischen Strommarkt zu unterstützen. Fortum, der Eigentümer des Werks, hat sich im Rahmen seiner Strategie für saubere Energie verpflichtet, die gesamte kohlebasierte Stromerzeugung bis Ende 2027 auslaufen zu lassen.
Laut Fortum war der Betrieb des Kraftwerks seit mehreren Jahren wirtschaftlich nicht rentabel und es war bereits von 2017 bis 2022 Teil des Reserveleistungssystems des Stromnetzes. Das Unternehmen gab an, dass es ohne diese Vereinbarung die Stilllegung des Werks hätte in Erwägung ziehen müssen.
Der Geschäftsführer der NESA, Janne Känkänen, betonte die Bedeutung der Vereinbarung für die finnische Versorgungssicherheit im aktuellen geopolitischen Umfeld. Die Produktionsreserve ist für die schwersten Krisenfälle vorgesehen und wird nicht zur Glättung von Preyspitzen genutzt.
Das Kraftwerk Meri-Pori, Finnlands letztes Kohlekraftwerk, befindet sich in Tahkoluoto, Pori, mit einer Kapazität von 565 MW. Die Anlage war seit Dezember 2022 insgesamt 69 Tage lang in Betrieb und produzierte rund 515 GWh Strom.