Fortum und Spinnova präsentieren Kleidung aus Weizenstroh
Der Energiekonzern Fortum und das Fasertechnologieunternehmen Spinnova haben Prototypen für Kleidung aus Weizenstroh vorgestellt, um landwirtschaftliche Abfälle in der Textilproduktion zu nutzen.

Der Energiekonzern Fortum und das Fasertechnologieunternehmen Spinnova haben ihre ersten Prototypen für Kleidungsstücke vorgestellt, die aus Weizenstroh als Rohstoff für Textilfasern hergestellt werden. Die Initiative zielt darauf ab, neue Geschäftsmöglichkeiten im Rahmen der Kreislaufwirtschaft durch die Nutzung von Agrarabfällen zu entwickeln.
Die Kleidung, darunter ein gestricktes T-Shirt sowie eine Jacke und ein Rock aus gewebtem Stoff, wurde im Oktober 2019 auf der Textile Exchange Sustainability Conference in Vancouver präsentiert. Das Material soll von der Rohstoffgewinnung bis zur Herstellung eine extrem geringe Umweltbelastung aufweisen, was durch eine Lebenszyklusanalyse bestätigt wurde.
Die Zusammenarbeit nutzt die von Fortums assoziiertem Unternehmen Chempolis Oy entwickelte Fraktionierungstechnologie zur Verarbeitung des Strohs. Spinnovas Technologie wandelt seinerseits mikrofibrillierte Cellulose mechanisch in Fasern um, ohne schädliche Chemikalien oder Lösungsverfahren. Spinnova gibt an, dass seine Technologie für verschiedene biomassebasierten Materialien anpassbar ist.
Fortum und Spinnova planen die Errichtung einer Produktionsanlage in ihren zukünftigen Bioraffinerien, die Restbiomasse wie Stroh zu zellulosebasierten Materialien verarbeitet. Diese Bioraffinerien würden auf Fraktionierungstechnologie basieren, die voraussichtlich eine effiziente Ressourcennutzung und eine geringere Umweltbelastung im Vergleich zu anderen Methoden ermöglicht.