Fortum und Blastr prüfen Standort für grüne Stahlproduktion in Finnland
Fortum und das norwegische Unternehmen Blastr Green Steel haben eine Absichtserklärung für die Nutzung eines Fortum-Industriegeländes in Inkoo, Finnland, zur Produktion von grünem Stahl unterzeichnet.

Fortum und das norwegische Unternehmen Blastr Green Steel haben eine Absichtserklärung zur Nutzung von Fortums Industriegelände in Joddböle, Inkoo (Westfinnland), für die Produktion von grünem Stahl unterzeichnet. Die Vereinbarung sichert Blastr exklusive Rechte für die Durchführung der notwendigen Vorstudien und Planungen.
Das Projekt hat ein geschätztes Investitionsvolumen von rund 4 Milliarden Euro und könnte in der Betriebsphase bis zu 1.200 Arbeitsplätze schaffen. Die Produktion soll planmäßig Ende 2026 beginnen. Blastr wird die erforderlichen Umweltverträglichkeitsprüfungen und weiteren Planungsmaßnahmen durchführen.
Fortum entwickelt das Gebiet Joddböle seit dem Rückbau des Kraftwerks Inkoo zwischen 2017 und 2020. Das Gelände verfügt über eine geeignete industrielle Infrastruktur mit Tiefseehafen und einem gut ausgebauten Stromübertragungsnetz, was es für groß angelegte industrielle Aktivitäten prädestiniert.
Die geplante Anlage soll den wachsenden europäischen Bedarf an grünem Stahl decken, einem Schlüsselmaterial für die Infrastruktur erneuerbarer Energien sowie für die Automobil- und Bauindustrie. Bei Fertigstellung wäre die Anlage in der Lage, jährlich 2,5 Millionen Tonnen warm- und kaltgewalzten grünen Stahl zu produzieren.