Fortum erläutert kleine modulare Reaktoren (SMRs)
Der Energiekonzern Fortum Oyj hat die Funktionsweise und das Potenzial von kleinen modularen Reaktoren (SMRs) in einem Blogbeitrag dargelegt. SMRs könnten eine Rolle bei der Deckung des zukünftigen Energiebedarfs spielen.

Der Energiekonzern Fortum Oyj hat in einem Blogbeitrag die Funktionsweise von kleinen modularen Reaktoren (SMRs) erläutert und deren potenzielle Rolle in der zukünftigen Energieproduktion dargelegt. Laut Fortum könnten SMRs eine bedeutende Lösung zur Deckung des steigenden Strombedarfs darstellen, der für die Umstellung von Industrie und Verkehr auf eine fossile Freiheit notwendig ist.
Kernkraft wird als notwendiger Bestandteil zur Erreichung der Klimaziele in Schweden hervorgehoben, da sie eine zuverlässige, regelbare und emissionsfreie Stromerzeugung bietet. Die Kernkraft macht derzeit etwa 30 Prozent der schwedischen Energieproduktion und 19 Prozent der Eigenproduktion von Fortum aus. Kleine modulare Reaktoren unterscheiden sich von konventionellen Reaktoren durch ihre Größe und können näher an dort platziert werden, wo der Strom benötigt wird, zum Beispiel für die Produktion von fossilfreiem Wasserstoff.
Das Konzept von SMRs basiert auf der Serienfertigung in Fabriken und standardisierten Designs, was im Vergleich zu den derzeit vor Ort gebauten, oft individuell angepassten, konventionellen Reaktoren zu geringeren Kosten führen könnte. Ihre Konstruktion mit passiven Sicherheitssystemen erhöht die Sicherheit weiter und verringert die Abhängigkeit von externer Wasser- und Stromversorgung zur Einhaltung von Sicherheitsvorschriften.
Fortum engagiert sich aktiv in der Entwicklung der SMR-Technologie. Das Unternehmen ist an einem SMR-Projekt in Estland beteiligt und arbeitet mit dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) zusammen, um Werkzeuge für die wirtschaftliche und technische Modellierung zu entwickeln. Trotz der schnellen internationalen Entwicklung gibt es in Schweden immer noch Hürden in der Energiepolitik und den Vorschriften, einschließlich Standortbeschränkungen und mangelnder nationaler Vorschriften für die Genehmigung kleiner Reaktoren, die angegangen werden müssen, um die Technologie voranzutreiben.