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Fertigung

Fortum stellt ersten biologisch abbaubaren Kunststoff aus CO2-Emissionen her

Das finnische Unternehmen Fortum Oyj hat erfolgreich biologisch abbaubaren Kunststoff aus Kohlendioxid hergestellt, das bei der Abfallverbrennung in seiner Anlage in Riihimäki abgeschieden wurde. Das Material gilt als neuer, nachhaltiger Rohstoff für die Kunststoffindustrie.

26. Juni 2026
Fortum stellt ersten biologisch abbaubaren Kunststoff aus CO2-Emissionen her

Das finnische Energieunternehmen Fortum Oyj hat eine Methode entwickelt, um biologisch abbaubaren Kunststoff aus Kohlendioxidemissionen herzustellen – eine weltweite Premiere. Der Kunststoff wird aus abgeschiedenem CO2 aus dem Abfallverbrennungsprozess im Werk von Fortum in Riihimäki produziert. Ziel ist es, industrielle Kohlendioxidemissionen zu reduzieren und zu nutzen und eine nachhaltigere Alternative zu fossilen Rohstoffen anzubieten.

Laut Tony Rehn, Leiter des Carbon2x-Programms von Fortum, stellt der CO2-basierte Kunststoff einen neuen, nachhaltigen Rohstoff für die Kunststoffindustrie dar. Er betont, dass diese Entwicklung die Abhängigkeit von fossilen Ressourcen verringert und die Kreislaufwirtschaft fördert. Während viele Industriesektoren auf CO2-Abscheidung und -Speicherung (CCS) oder die Nutzung für synthetische Kraftstoffe setzen, konzentriert sich Fortums Ansatz auf die Materialproduktion.

Europa erzeugt jährlich fast 100 Millionen Tonnen nicht recycelbaren Abfalls, der zur Energiegewinnung verbrannt wird. Fortums Innovation könnte potenziell bis zu 90 Prozent der CO2-Emissionen aus der Abfallverbrennung abscheiden und in Produkte binden. Der neue biologisch abbaubare Kunststoff weist ähnliche Qualitätseigenschaften wie traditionelle fossile Neuware auf und kann als Ersatz dienen, insbesondere in Verpackungsanwendungen.

Der biologisch abbaubare, aus CO2 hergestellte Kunststoff kann wie viele andere Kunststoffe recycelt werden, was den Kohlenstoffkreislauf schließt. Ein wesentlicher Vorteil ist, dass er sich im Falle einer versehentlichen Freisetzung in die Umwelt ohne schädliche Mikroplastikrückstände zersetzt. Fortum schätzt, dass die industrielle Produktion bis Ende des Jahrzehnts beginnen könnte. Eine neue Marke für diese „aus CO2 geborenen Kunststoffe“ wird im November 2024 auf dem europäischen Markt eingeführt.

Originalquelle: fortum.com