Fortum nimmt Wärmeproduktion aus Rechenzentren in Finnland auf
Fortum hat den Betrieb von zwei großen Wärmepumpenanlagen in Kirkkonummi und Espoo, Finnland, aufgenommen. Diese Anlagen werden Abwärme von Microsoft-Rechenzentren nutzen und so die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern.

Das Energieunternehmen Fortum hat den Betrieb zweier neuer Wärmepumpenanlagen in Kolabacken, Kirkkonummi, und Hepokorpi, Espoo, aufgenommen. Diese Anlagen sind darauf ausgelegt, die von den Rechenzentren von Microsoft erzeugte Abwärme als Teil des Fernwärmenetzes der Hauptstadtregion signifikant zu nutzen.
Die Anlagen nutzen Luft-Wasser-Wärmepumpen und Elektroheizkessel mit einer Leistung von bis zu 200 MW zur Wärmeerzeugung sowie ein Wärmespeichersystem mit 800 MWh. Sobald die Abwärme der Microsoft-Rechenzentren ab nächstem Jahr schrittweise in das System integriert wird, soll sie voraussichtlich etwa 40 Prozent des jährlichen Fernwärmebedarfs der Region von 2 TWh decken. Dies wird Fortums Abhängigkeit von Erdgas verringern und die Klimaziele der Kommunen unterstützen.
Das Unternehmen gibt an, dass dieses Projekt eine der weltweit größten Lösungen zur Abwärmenutzung in Verbindung mit Rechenzentren darstellt. Die Baukosten beliefen sich auf rund 225 Millionen Euro, und das Projekt wurde mit Mitteln aus dem EU-Programm NextGenerationEU sowie von der finnischen Regierung gefördert. Die Rückgewinnung von Abwärme erhöht die lokale Wärmeproduktionskapazität und stabilisiert die Preise.
Fortums strategisches Ziel ist es, bis 2040 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Diese Initiative ist ein wichtiger Schritt zur Emissionsreduktion und unterstützt das Ziel der Stadt Espoo, bis 2030 klimaneutral zu werden.