Fortums Kraftwerk Joensuu steigert Effizienz durch Kondensationstechnik
Fortum Oyj hat die Energieeffizienz seines Kraft-Wärme-Kopplungs-Werks (KWK) in Joensuu durch die Installation einer neuen Rauchgaskondensationstechnologie verbessert und reduziert damit den Brennstoffverbrauch und Emissionen.

Fortum Oyj hat die Energieeffizienz seines Kraft-Wärme-Kopplungs-Werks (KWK) in Joensuu, Ostfinnland, durch die Implementierung einer neuen Rauchgaskondensationstechnologie gesteigert. Der im Oktober 2015 in Betrieb genommene Kondensator hat den Brennstoffbedarf des Werks reduziert und gleichzeitig die Schwefel- und Partikelemissionen verringert.
Das Werk in Joensuu versorgt etwa 42.000 Einwohner mit Fernwärme und liefert Strom in das nationale Netz. Über 70 % der Energieproduktion basiert auf erneuerbaren Holzfuttermitteln, ergänzt durch Torf und Biogas aus einer nahegelegenen Deponie. Der neue Kondensator erhöht die Wärmekapazität des Werks um rund 30 Megawatt (MW) und wird voraussichtlich etwa 140 Gigawattstunden (GWh) Brennstoff pro Jahr einsparen.
Die Rauchgaskondensationstechnologie nutzt die Wärme aus den feuchten Abgasen der Festbrennstoffverbrennung zurück. Durch Absenken der Rauchgastemperatur mittels Sprühwasser kondensiert der Dampf zu Flüssigkeit und setzt Wärmeenergie frei. Diese zurückgewonnene Wärme wird dann in das Fernwärmesystem eingespeist. Dieser Prozess reduziert direkt den benötigten Brennstoff für das Kraftwerk und andere Kessel, wodurch die Kohlendioxidemissionen gesenkt werden.
Zusätzlich zur CO2-Reduktion verringert der Rauchgaskondensator auch Schwefel- und Partikelemissionen, da die Rauchgase eine Nasswäsche durchlaufen. Dieses System trennt Feststoffe und reduziert saure Gase, insbesondere Schwefeloxide. Die gesamte Wärmeproduktionskapazität des KWK-Werks in Joensuu beträgt nun 130 MW, die Stromerzeugungskapazität 50 MW.