Gründer können sich auszahlen lassen, ohne ihr Unternehmen zu verkaufen
Unternehmensgründer, deren Vermögen in ihrem Betrieb gebunden ist, prüfen Mitarbeiterbeteiligungspläne (ESOPs) als Alternative zu einem vollständigen Verkauf. Diese Struktur ermöglicht es Gründern, Bargeld zu erhalten und gleichzeitig die operative Kontrolle zu behalten.

Viele Gründer fühlen sich gefangen, wenn fast ihr gesamtes Vermögen in ihrem Unternehmen gebunden ist. Während der übliche Rat ist, das gesamte Unternehmen zu verkaufen, hebt der erfahrene Unternehmensberater Bruce Eckfeldt eine alternative Strategie hervor.
Ein Mitarbeiterbeteiligungsplan (Employee Stock Ownership Plan, ESOP) bietet Gründern eine Möglichkeit, Barmittel aus ihrem Unternehmen zu ziehen, während sie dieses weiterhin leiten. Diese Option wird häufig übersehen oder missverstanden, und Eckfeldt schlägt vor, sie viel früher im Unternehmenslebenszyklus zu berücksichtigen als üblich.
Ein ESOP unterscheidet sich von einem traditionellen Verkauf an einen externen Käufer. Es handelt sich um einen Treuhandfonds, der Aktien im Namen der Mitarbeiter erwirbt. Gründer können einen Teil oder ihren gesamten Anteil über Jahre hinweg schrittweise verkaufen, und im Gegensatz zu strategischen Käufern oder Private-Equity-Firmen benötigt ein ESOP möglicherweise keine Mehrheitsbeteiligung.
Das Fehlen traditioneller Verkaufsprovisionen und das Fehlen eines vollständigen Eigentümerwechsels können dazu führen, dass ESOPs seltener von Finanzberatern und Bankern vorgeschlagen werden, da ihre Anreize von denen bei einem Standardverkauf abweichen.
Steuerliche Vorteile, wie die Stundung der Kapitalertragsteuer für verkaufende Anteilseigner, sind oft an die Bedingung geknüpft, dass der ESOP nach dem Verkauf mindestens 30 Prozent des Unternehmens besitzt. Diese Regel gilt für C-Unternehmen. S-Unternehmen können davon profitieren, dass das ESOP-Einkommen von der Bundeseinkommensteuer befreit ist, obwohl Gründer in der Regel nicht beide Vorteile gleichzeitig in Anspruch nehmen können, was die Wahl von einer spezifischen Finanzanalyse abhängig macht.