Gründerfehler bei der Einstellung der ersten Mitarbeiter: Kultur wichtiger als Zeugnisse
Viele Gründer machen einen häufigen Fehler bei der Einstellung ihrer ersten Mitarbeiter, indem sie sich auf die falschen Eigenschaften konzentrieren und den Aufbau der Unternehmenskultur vernachlässigen.

Gründer machen oft einen häufigen Fehler bei der Einstellung ihrer ersten Mitarbeiter, indem sie sich zu sehr auf Lebensläufe und zu wenig auf den Charakter des Bewerbers konzentrieren.
Die frühen Einstellungen sind entscheidend für die Gestaltung der Unternehmenskultur. Alex Blackwood, Mitbegründer der Plattform Mogul, betont, dass die ersten zehn Mitarbeiter den Standard dafür setzen, wie das Team arbeitet, kommuniziert und Entscheidungen trifft. "Kultur ist das, was diese 10 Leute tun, wenn niemand zusieht", sagt Blackwood. Falsche Entscheidungen können die nächste Wachstumsphase des Unternehmens behindern.
Anthony Nichols, Gründer der Marketingagentur CollyString, stimmt zu: "Unternehmenskultur ist nicht von oben nach unten, sie ist von unten nach oben." Er hebt hervor, dass es in einem kleinen Team möglich ist, selektiver zu sein, sowohl in Bezug auf fachliche Kompetenz als auch auf persönliche Eigenschaften. Laut Nichols sind die Mitarbeiterbindung und der Unternehmenserfolg direkt darauf zurückzuführen, dass die Eignung anstelle von reinen Qualifikationen betont wird.
Bithiah Sel, CMO von Beluxe Creative, teilt ihre Erfahrungen mit ihren ersten Einstellungen. Sie erklärt, dass es üblich ist, dass Gründer die Arbeit eines neuen Mitarbeiters zusätzlich zu ihrer eigenen erledigen müssen, was Zeit und Ressourcen verbraucht. Diese Situation verlangsamt das Unternehmenswachstum und deutet auf eine fehlerhafte Einstellung Entscheidung hin.
Gründer machen laut einem Artikel des Inc. Magazine häufige Fehler wie das Jagen von Zeugnissen anstelle von Persönlichkeit, das Einstellen aus Panik statt aus Strategie und das Verwechseln von Qualifikationen mit Überzeugung. Lindsey Chrismon, CEO von Oply, bemerkt, dass große Unternehmen Mitarbeiter darauf trainieren, auf etablierte Strukturen zu warten, während ein Startup autonome Entscheidungen mit begrenzten Informationen erfordert. Sie bevorzugt einen "zupackenden und gelassenen" Mitarbeiter gegenüber jemandem, der lediglich auf dem Papier qualifiziert ist.