Vier Hilfsorganisationen begrüßen Reform der Notfallversorgung
Die Hilfsorganisationen ASB, DRK, JUH und MHD unterstützen die Pläne der neuen Landesregierung zur Reform der Notfallversorgung.

Hannover – Die Landesverbände der vier großen Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) und Malteser Hilfsdienst (MHD) begrüßen die im Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung verankerten Pläne zur Reform der Notfallversorgung in Niedersachsen.
Die Organisationen drängen auf eine zügige Umsetzung der angekündigten Maßnahmen. Sie weisen darauf hin, dass Rettungsdienste und Notaufnahmen seit Jahren mit steigenden Patientenzahlen konfrontiert sind, wobei ein Teil der Fälle auch durch andere, niedrigschwellige Versorgungsangebote behandelt werden könnte. Die geplante Zusammenführung der Leitstellen für die Notrufnummern 112 und 116117 soll die Patientensteuerung verbessern.
Zudem unterstützen die Hilfsorganisationen Modellprojekte wie den „Gemeindenotfallsanitäter“, der nach entsprechender Weiterbildung eigenverantwortlich tätig werden kann. Als größte Leistungserbringer im Rettungsdienst Niedersachsens bieten die Organisationen der Landesregierung ihre Unterstützung bei der Umsetzung an.
Weitere zentrale Punkte der Reform sind die Bekämpfung des Fachkräftemangels und die erweiterte Nutzung der Kompetenzen von Notfallsanitätern. Die Organisationen schlagen außerdem vorübergehende Ausnahmeregelungen für Auszubildende vor, die bereits über Berufserfahrung verfügen, um ihren Einsatz in der Regelbesetzung bereits ab Ausbildungsbeginn zu ermöglichen.