Frankreich nähert sich Abschluss der Nvidia-Kartelluntersuchung
Frankreichs Wettbewerbsbehörde teilte mit, dass die Kartelluntersuchung gegen den KI-Chipriesen Nvidia kurz vor dem Abschluss steht. Die Behörde wird voraussichtlich bald eine formelle Beanstandung der Wettbewerbspraktiken aussprechen.

Frankreichs Wettbewerbsbehörde hat angekündigt, dass ihre Kartelluntersuchung gegen den KI-Chipriesen Nvidia kurz vor dem Abschluss steht. Es wird erwartet, dass die Regulierungsbehörde bald eine formelle Beanstandung ausspricht, die mehrere wettbewerbseinschränkende Praktiken des Unternehmens auflistet.
Die Untersuchung, die im September 2023 mit unangekündigten Inspektionen in Nvidias französischen Büros als Teil einer breiteren Überprüfung des Wettbewerbs auf dem Cloud-Markt begann, hat sich zu einem spezifischen Kartellfall gegen Nvidia entwickelt.
Schwerpunkte der Untersuchung sind die starke Abhängigkeit des Marktes von Nvidias CUDA-Softwareplattform, die für das Training großer KI-Modelle auf den GPUs des Unternehmens von entscheidender Bedeutung ist, sowie Nvidias Investitionen in KI-Cloud-Computing-Unternehmen wie CoreWeave. Regulierungsbehörden befürchten, dass diese Investitionen Nvidiass bereits dominante Position in dem bereits stark konzentrierten KI-Chipmarkt weiter festigen könnten.
Nvidia kontrolliert schätzungsweise über 70 Prozent des globalen Marktes für KI-Beschleuniger. Sollte Frankreich formelle Einwände erheben, wäre dies die erste globale Regulierungsbehörde, die dies tut. Diese Beanstandung ist jedoch keine endgültige Entscheidung; Nvidia hat das Recht, die Anschuldigungen anzufechten, und eine endgültige Entscheidung könnte über ein Jahr dauern.
Die Ergebnisse dieses französischen Falls werden als bedeutsam für Europas Bemühungen angesehen, seine technologische Souveränität im Bereich KI zu stärken und die Abhängigkeit von US-Chipzulieferern zu verringern.