Fraunhofer-Jahrestagung in Leipzig fokussierte auf Technologietransfer
Führende Vertreter aus Forschung, Industrie und Politik trafen sich auf der Jahrestagung des Fraunhofer-Instituts in Leipzig, um die schnellere Umsetzung von Forschungsergebnissen in wirtschaftlichen Wert zu diskutieren.

Die Jahrestagung der Fraunhofer-Gesellschaft fand am 10. Juni 2026 im Congress Center Leipzig statt. Unter dem Motto „Fraunhofer – Transfer für unsere Zukunft“ diskutierten die Teilnehmer, wie wissenschaftliche Exzellenz schneller und effektiver in wirtschaftlichen Wert, technologische Souveränität und gesellschaftlichen Fortschritt überführt werden kann.
Fraunhofer-Präsident Holger Hanselka betonte in seiner Rede die Notwendigkeit, Forschungsergebnisse zügiger in marktfähige Anwendungen zu überführen. „Wenn wir wettbewerbsfähig bleiben und unseren langfristigen Erfolg als Industriestandort sichern wollen, sind Innovationen der Schlüssel“, so Hanselka. Er forderte einen umfassenden Ansatz zur Verbesserung des Technologietransfers über alle Kanäle, von der Auftragsforschung für die Industrie über Lizenzierungen bis hin zu Spin-offs.
Hanselka berichtete trotz wirtschaftlicher Herausforderungen von einem Rekordumsatz im Industriebereich für das Jahr 2025. „Die Fraunhofer-Forschung macht wirklich einen Unterschied. Und sie macht ihn dort, wo er gebraucht wird: in und für die Industrie und die Gesellschaft“, sagte er. Er nannte Ausgründungen (Spin-offs) als schnellen Weg für disruptive Technologien, betonte jedoch, dass die Auftragsforschung für die Industrie der Hauptfokus von Fraunhofer bleibe, da Kunden sofortige, wettbewerbsfähige Lösungen benötigen.
Oliver Zipse, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der BMW AG, lobte die angewandte Forschung als entscheidenden Innovationsmotor und hob die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Forschung, Industrie und Politik für Transformationsprozesse hervor. Zipse unterstrich auch die zentrale Rolle der Fraunhofer-Gesellschaft für die Innovationskraft und die langfristige wirtschaftliche Stärke Deutschlands.