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Technologie

Fraunhofer entwickelt KI-Plattform für den Bevölkerungsschutz

Das Fraunhofer EMI arbeitet an einem KI-basierten Cockpit, das Datenströme bei Katastrophen zusammenführt, um die Entscheidungsfindung für Einsatzkräfte zu beschleunigen.

3. November 2026

Das Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik (EMI) entwickelt im Projekt RegioGuard-PRO ein digitales Cockpit, das Behörden und Kommunen bei der Bewältigung von Krisen unterstützen soll. Ziel ist es, die derzeit oft fragmentiert vorliegenden Datenquellen bei Extremwetterereignissen oder Infrastrukturausfällen automatisiert zu verknüpfen und ein konsistentes Lagebild zu erstellen.

Die KI-gestützte Plattform analysiert unter anderem Wetterdaten, Gebäudemodelle und sozioökonomische Informationen. Wie Dr. Kai Fischer, Wissenschaftler am Fraunhofer EMI, erläutert, ermöglicht die Technik eine automatisierte Risikobewertung – etwa bei Hochwassergefahren, bei denen das System gefährdete Gebäude und die Erreichbarkeit kritischer Infrastrukturen identifiziert. Dies ersetzt zeitaufwendige manuelle Analysen.

Zusätzlich implementieren die Forschenden ein Sprachmodell, das Einsatzkräften den Zugriff auf Datenanalysen per Spracheingabe ermöglicht. Das Vorhaben baut auf Erkenntnissen aus Vorläuferprojekten auf und soll innerhalb von zwei Jahren in Form eines praxistauglichen Demonstrators zur Verfügung stehen.

Originalquelle: fraunhofer.de