Fraunhofer entwickelt KI-Plattform für den Katastrophenschutz
Das Fraunhofer EMI arbeitet am Projekt RegioGuard-PRO, um mit einer KI-gestützten Plattform die Datenlage in Krisensituationen für Kommunen zu verbessern.
Forscher des Fraunhofer-Instituts für Kurzzeitdynamik (EMI) entwickeln im Rahmen des Projekts RegioGuard-PRO eine digitale Plattform zur Unterstützung der zivilen Gefahrenabwehr. Das System soll Daten aus verschiedenen Quellen zusammenführen, um Entscheidungsträgern in Krisensituationen wie Unwettern oder Ausfällen der kritischen Infrastruktur eine einheitliche Informationsgrundlage zu bieten.
Das Vorhaben baut auf den Ergebnissen der Forschungsprojekte AKRIMA und HERAKLION auf. Ziel ist es, den Prozess der Lageeinschätzung zu beschleunigen, indem das System automatisiert analysiert, welche Infrastrukturen gefährdet sind oder welche Versorgungswege blockiert werden könnten. Anstatt manuelle Analysen von Hochwassergefahrenkarten durchzuführen, liefert die Plattform automatisierte Risikoergebnisse.
Für die Einsatzkräfte wird ein KI-gestütztes Sprachmodell integriert, das ähnlich wie ein Chatbot direkte Abfragen ermöglicht. Die Zusammenführung dieser Daten soll die Reaktionszeit von Behörden verkürzen. Ein einsatzfähiger Demonstrator ist für die kommenden zwei Jahre geplant.