Fraunhofer entwickelt Wärmepumpe mit Propan
Forscher des Fraunhofer-Instituts haben eine neue Wärmepumpe entwickelt, die umweltfreundliches Propan anstelle von synthetischen Kältemitteln nutzt. Die neue Konstruktion ist zudem effizienter.

Forscher des Fraunhofer-Instituts haben in Zusammenarbeit mit europäischen Partnern eine neue Wärmepumpe entwickelt, die anstelle von synthetischen Kältemitteln umweltfreundliches Propan nutzt. Die Entwicklung zielt darauf ab, die Effizienz von Wärmepumpen zu steigern und gleichzeitig ihre Umweltauswirkungen zu reduzieren.
Herkömmlicherweise werden in Wärmepumpen oft synthetische Kältemittel eingesetzt, die umweltschädliche, fluorierte Treibhausgase (F-Gase) enthalten. Die Europäische Kommission hat bereits eine schrittweise Reduzierung dieser Gase vorgeschrieben. Propan bietet eine natürliche und effiziente Alternative, doch seine Entflammbarkeit stellt Herausforderungen für die Konstruktion von Wärmepumpen dar.
Die Forschung konzentrierte sich insbesondere darauf, die Menge des Kältemittels zu minimieren, um Sicherheitsrisiken zu verringern. Zu diesem Zweck wurde ein neuer, kompakter und gelöteter Lamellenwärmetauscher entwickelt. Diese Konstruktion kann auch kleinere Mengen Propan effizient nutzen.
Für die neue Wärmepumpe wurde zudem ein bionischer Verteiler entwickelt, der die Verzweigungsstruktur eines Baumes nachahmt. Dies gewährleistet eine gleichmäßige Verteilung des Propans in den Kanälen des Systems. Die Forscher haben außerdem einen speziellen Verdichter integriert, bei dem potenzielle Zündquellen eingekapselt wurden, um Explosionsrisiken zu minimieren.
Wärmepumpen spielen eine wichtige Rolle bei der Energiewende, da sie die effiziente Nutzung erneuerbarer Energiequellen zur Wärmeerzeugung ermöglichen. Die Entwicklungsarbeit von Fraunhofer zielt darauf ab, die Wärmepumpentechnologie noch umweltfreundlicher und energieeffizienter zu gestalten.