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Technologie

Fraunhofer entwickelt Mesh-Netzwerke für Drohnenschwarm-Steuerung

Das Fraunhofer IIS entwickelt eine dezentrale Mesh-Netzwerktechnologie zur Steuerung von Drohnenschwärmen, die Flexibilität erhöht und Störungen im Vergleich zu traditionellen zentralen Systemen reduziert.

24. Juni 2026
Fraunhofer entwickelt Mesh-Netzwerke für Drohnenschwarm-Steuerung
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen IIS entwickeln eine neue Technologie zur Steuerung von Drohnenschwärmen mittels dezentraler Mesh-Netzwerke. Ziel ist es, die Kommunikation zwischen Drohnen zu verbessern und die Abhängigkeit von zentralen Mobilfunknetzen zu verringern, die anfällig für Störungen sein können.

Traditionell werden Drohnenschwärme zentral über Mobilfunkverbindungen gesteuert. In dieser "Sterntopologie" kommunizieren die Drohnen über einen einzigen zentralen Knotenpunkt. Fällt dieser Knotenpunkt aus, beispielsweise durch eine Naturkatastrophe, wird die Kommunikation des Schwarms unterbrochen. Das von Fraunhofer entwickelte "Mesh-Netzwerk" ermöglicht eine direkte Kommunikation zwischen den Drohnen, auch ohne externe Netzwerkverbindung.

"Wir entwickeln ein mobiles Ad-hoc-Netzwerk, in dem mehrere Drohnen dezentral miteinander verbunden sind und beispielsweise über Bluetooth kommunizieren", erklärt Manuel Schrauth, Gruppenleiter am Fraunhofer IIS. Dieser dezentrale Ansatz macht das System weniger anfällig für Störungen und flexibler, was für Anwendungen wie Katastrophenhilfe entscheidend ist. Die Technologie ist zudem energieeffizient und kostengünstig, was sie für leichte Drohnen im zivilen Bereich geeignet macht.

Die Entwicklung dieser Technologie entstand aus Projekten der GAIA-Initiative, die dezentrale Kommunikation für Geier-Tracking-Geräte in Namibia untersuchte. Dieses Wissen wird nun für die Vernetzung von Drohnenschwärmen angewendet. Das Fraunhofer IIS wird erste Ergebnisse der Technologie auf der ILA Berlin Air Show präsentieren.

Originalquelle: fraunhofer.de