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Technologie

Fraunhofer entwickelt spinnenartigen Roboter für gefährliche Einsätze

Forscher des Fraunhofer-Instituts haben einen neuen spinnenartigen Roboter entwickelt, der sich mit hydraulisch betriebenen Gliedmaßen bewegt. Der Roboter ist für die Erkundung gefährlicher Umgebungen konzipiert.

26. Juli 2026
Fraunhofer entwickelt spinnenartigen Roboter für gefährliche Einsätze
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Fertigungstechnik und Automatisierung IPA haben einen achtbeinigen Roboter entwickelt, der dem Bewegungsprinzip von Spinnen nachempfunden ist. Dieser mobile Roboter ist dafür konzipiert, gefährliche und unzugängliche Terrains zu erkunden.

Der Roboter ahmt die hydraulisch betriebenen Gliedmaßen von Spinnen nach, was eine agile Fortbewegung über Hindernisse wie Gräben und Spurrillen ermöglicht. Seine Hauptaufgabe ist die Bereitstellung von visuellen und Sensordaten von Unfallorten, wie Chemikalienunfällen oder Bränden, für Einsatzkräfte. Er kann Live-Bilder und Daten über gefährliche Substanzen übertragen.

Jedes Bein ist mit pneumatischen Antriebsbalgen ausgestattet, die die Gliedmaßen beugen und strecken, ähnlich den Muskeln und Gelenken einer Spinne. Der Körper des Roboters beherbergt notwendige Komponenten wie die Steuereinheit und Pumpen und kann je nach Anwendung verschiedene Sensoren tragen. Dieses pneumatische System ermöglicht es dem Roboter, sich fortzubewegen, indem er vier Beine am Boden hält, während er die anderen vier neu positioniert.

Ein wichtiger Aspekt ist sein Herstellungsprozess. Die Forscher des Fraunhofer IPA nutzen 3D-Druck, insbesondere selektives Lasersintern (SLS) von Kunststoffen. Diese Methode ermöglicht die kosteneffiziente Herstellung von leichten Komponenten mit komplexen Geometrien, wodurch der Montageaufwand und Materialverschwendung reduziert werden. Die geringen Produktionskosten deuten auf eine mögliche Einwegverwendung hin.

Der Prototyp des Roboters wurde auf der Messe EuroMold 2011 in Frankfurt vorgestellt. Diese Technologie bietet neue Möglichkeiten für die Erkundung gefährlicher Gebiete und das Sammeln kritischer Informationen.

Originalquelle: fraunhofer.de