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Fertigung

Fraunhofer entwickelt dampfbasierte Industrielle Trocknung zur Energieeinsparung

Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Materialwissenschaften (IGB) hat in Zusammenarbeit mit Industriepartnern ein neues Verfahren für industrielle Trocknungsprozesse vorgestellt. Es ersetzt fossil befeuerte Heißluft durch überhitzten Wasserdampf und senkt so den Energieverbrauch erheblich.

10. Oktober 2026
Fraunhofer entwickelt dampfbasierte Industrielle Trocknung zur Energieeinsparung
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Materialwissenschaften (IGB) haben gemeinsam mit Industriepartnern ein neues Verfahren für industrielle Trocknungsprozesse entwickelt. Ziel ist es, die CO2-Emissionen energieintensiver und klimaschädlicher Prozesse zu reduzieren.

Herkömmlicherweise wird in der industriellen Trocknung Heißluft eingesetzt, die oft mit fossilen Brennstoffen wie Erdgas erwärmt wird. Dieses Verfahren ist sowohl energieaufwendig als auch eine bedeutende Quelle von CO2-Emissionen. Die neue Methode des Fraunhofer IGB ersetzt Heißluft durch überhitzten Wasserdampf. Das System integriert zudem eine Wärmepumpe und eine intelligente Steuerung, wodurch der Prozess elektrifiziert und erneuerbarer Strom genutzt werden kann.

Die neue Methode, Teil des Projekts LowCarbDry, zielt darauf ab, den Energiebedarf für die Trocknung im Vergleich zu herkömmlichen Heißluftverfahren um den Faktor 2 bis 4 zu senken. Dies wird durch einen geschlossenen Prozessgas-Kreislauf erreicht, der Wärmeverluste minimiert. Die Verwendung von überhitztem Dampf macht die Verbrennung von Erdgas überflüssig und vermeidet direkte CO2-Emissionen. Die bei der Dampfkondensation entstehende Wärme (ca. 90-100°C) kann für andere Prozesse oder in ein Nahwärmenetz zurückgeführt werden.

Das Fraunhofer IGB arbeitet bei der Entwicklung und Pilotierung dieser Methode mit Evonik Operations GmbH und der Pergande Group zusammen. Ziel ist die Sektorkopplung durch den Übergang von fossilen Brennstoffen zu erneuerbarer Elektrizität. Während die ursprüngliche Pressemitteilung das Fraunhofer IGB erwähnt, bezieht sich dieser Artikel zur kontextuellen Klarheit auf seine Mutterorganisation, das Fraunhofer-Institut für Strukturdynamik und Systemzuverlässigkeit LBF.

Originalquelle: fraunhofer.de