Fraunhofer entwickelt synthetische DNA als Massenspeicher
Drei Fraunhofer-Institute arbeiten an einer Mikrochip-Plattform für synthetische DNA als zukünftigen Massendatenspeicher. Das Projekt adressiert die weltweit wachsende Datenmenge.
Forscher der Fraunhofer-Institute entwickeln eine neuartige Mikrochip-Plattform, die synthetische DNA als zukünftigen Massendatenspeicher nutzen soll. Diese Technologie zielt darauf ab, der weltweit rasant wachsenden Datenmenge gerecht zu werden, die traditionelle Speichermedien an ihre Grenzen bringt.
Das Projekt BIOSYNTH, an dem drei Fraunhofer-Institute beteiligt sind, konzentriert sich auf die Entwicklung eines modularen Systems zur Synthese von DNA, RNA und Peptiden. Ziel ist es, Informationen mit hoher Dichte und Langlebigkeit in DNA zu kodieren.
Bei der Datenspeicherung wird digitale Information in DNA-Stränge übersetzt, die aus den Nukleinbasen Guanin (G), Thymin (T), Cytosin (C) und Adenin (A) bestehen. Um Fehler während des Syntheseprozesses zu minimieren, werden spezielle Algorithmen und Überwachungssysteme eingesetzt, die eine fehlerfreie Wiedergabe der Daten sicherstellen.
Die entwickelte Mikrochip-Plattform nutzt fortschrittliche Fertigungstechniken, um das Volumen einzelner Proben und die Anzahl der Reaktionszellen pro Chip drastisch zu reduzieren. Dies ermöglicht eine effizientere und ressourcenschonendere Langzeitarchivierung von Daten im DNA-Format.