Fraunhofer FKIE entwickelt akustische Netzwerke für die maritime Infrastrukturüberwachung
Fraunhofer FKIE erprobt das GUWMANET-Protokoll zur Verbindung von Unterwassersensoren mit Überwasser-Netzwerken über Gateway-Bojen.

Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie (FKIE) arbeiten an robusten akustischen Unterwassernetzwerken. Das System verbindet Sensoren am Meeresboden und autonome Unterwasserfahrzeuge über Gateway-Bojen mit Oberflächennetzwerken, wodurch Daten an Schiffe oder landgestützte Leitstellen übertragen werden können.
Da konventionelle Funktechnologien wie WLAN oder GPS unter Wasser aufgrund der Dämpfung elektromagnetischer Wellen unbrauchbar sind, setzt das Team auf akustische Signale. Mit dem Datenstandard GUWAL und dem Protokoll GUWMANET konnten die Forscher eine Architektur entwickeln, die den Betrieb über extrem schmalbandige Kanäle ermöglicht. In Tests während NATO-Manövern vor Lissabon erreichte das System eine Paketverlustrate von lediglich zehn Prozent.
Die Technologie wird derzeit im Rahmen des Verteidigungsprojekts SWAT-SHOAL eingesetzt, das die koordinierte Mission von bemannten und unbemannten Unterwassersystemen untersucht. Zu den Anwendungsgebieten zählen die Überwachung kritischer Infrastrukturen wie Offshore-Windparks und Pipelines sowie der Einsatz bei der Minensuche.