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Wissenschaft

Fraunhofer identifiziert Geruchsstoffe in Acryllim

Forscher des Fraunhofer-Instituts haben 27 geruchsbildende Substanzen in Acryllim identifiziert. Die Forschung bietet Herstellern Möglichkeiten, ihre Produkte zu optimieren und potenzielle Schadstoffquellen zu erkennen.

3. Oktober 2026
Fraunhofer identifiziert Geruchsstoffe in Acryllim
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Strukturdauerhaltungsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF haben 27 spezifische Geruchsstoffverbindungen identifiziert, die unangenehme Gerüche in Acryllim verursachen, wie sie in Produkten von Automobilwindschutzscheiben bis hin zu Schuhen häufig vorkommen. Diese Forschung bietet Klebstoffherstellern Werkzeuge zur Optimierung der Produktentwicklung und zur Identifizierung potenzieller Schadstoffquellen.

Bisher war wenig über die spezifischen Substanzen bekannt, die Gerüche in Acryllim verursachen. Die Abteilung Sensorische Analytik des Fraunhofer IVV hat Verbindungen wie Methylmethacrylat und Acetophenon identifiziert. Erstmals wurden 20 geruchsaktive Verbindungen, darunter Borneol, identifiziert. Die Forscher warnen davor, dass starke Gerüche auf das Vorhandensein von Schadstoffen hinweisen können, und zitieren mutagen wirkende phenolische Verbindungen, die in einigen Proben gefunden wurden.

Die Studie bietet Herstellern Lösungen und Strategien zur Verbesserung der Geruchseigenschaften von Produkten, darunter Farben, Bindemittel, Möbel und Kunststoffe. Die Analysen erfordern spezialisierte Techniken wie Gaschromatographie und Massenspektrometrie sowie geschulte Testpersonen zur Identifizierung von Verunreinigungen und Nebenprodukten aus dem Herstellungsprozess. Der menschliche Geruchssinn gilt in diesem Zusammenhang als unersetzlich.

Die Forschung des Fraunhofer-Instituts liefert auch eine Grundlage für psychologische und toxikologische Bewertungen. Das Institut unterstützt Hersteller bei der Entwicklung verbesserter Produkte durch die Reduzierung unangenehmer Gerüche und potenzieller Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit bedufteten Chemikalien in Konsumgütern.

Originalquelle: fraunhofer.de