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Technologie

Fraunhofer IFF entwickelt kognitive Robotik und Sicherheitstechnik für Mensch-Roboter-Kollaboration

Das Fraunhofer IFF hat kognitive Robotikfähigkeiten und neue Sicherheitstechnologien zur Verbesserung der Mensch-Roboter-Kollaboration entwickelt. Diese Fortschritte ermöglichen die Automatisierung komplexerer Aufgaben.

18. Oktober 2026

München – Forscher des Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und Automatisierung IFF haben neue Entwicklungen in der kognitiven Robotik und Sicherheitstechnik vorgestellt, die die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter in industriellen Umgebungen verbessern sollen. Das Institut hat Roboter mit kognitiven Fähigkeiten entwickelt, die es ihnen ermöglichen, komplexe Aufgaben auszuführen, die bisher als nicht automatisierbar galten. Diese Technologien werden auf der Fachmesse automatica in München präsentiert.

Das Institut stellt auch PARU, eine Sicherheitstechnologie, und Computer-Aided Safety (CAS) Planungswerkzeuge für die enge Mensch-Maschine-Interaktion vor. PARU erzeugt sichtbare Lichtvorhänge um den Arbeitsbereich des Roboters, die sich dynamisch an dessen Bewegungen anpassen. CAS unterstützt bei der Planung, Risikobewertung und Sicherheitsfreigabe für Mensch-Roboter-Kollaborationsanwendungen, mit besonderem Fokus auf die Gewährleistung der Sicherheit auch bei KI-gesteuerten Roboterbewegungen.

Kognitive Roboter sind darauf ausgelegt, aus Erfahrung zu lernen, eigenständige Entscheidungen zu treffen und sich an verschiedene Szenarien anzupassen. Magnus Hanses, Leiter der Gruppe Kognitive Robotik am Fraunhofer IFF, erklärte, dass ein Roboter mittels einer Kamera Größe, Form und Zustand eines Objekts erfassen und sein Verhalten entsprechend anpassen kann. Diese Fähigkeit erweitert die potenziellen Anwendungsbereiche über die traditionelle Robotik hinaus, die oft auf spezifische, eng definierte Aufgaben beschränkt ist.

Der Entwicklungsprozess beinhaltet das Training von KI-Modellen in simulierten Umgebungen. Die Forscher arbeiten daran, die sogenannte „Sim2Real-Lücke“ – die Diskrepanz zwischen simulierten und realen Bedingungen – zu schließen. Ziel ist es, Robotern die sichere und effiziente Ausführung von Aufgaben wie Montage und Demontage in Industrieumgebungen sowie die Handhabung von Objekten im Gesundheitswesen zu ermöglichen.

Originalquelle: fraunhofer.de