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Gesundheit

Fraunhofer IKTS entwickelt neue Wundauflagen

Forscher des Fraunhofer IKTS in Dresden entwickeln neue Wundauflagen aus Polymilchsäure (PLA). Die Auflagen enthalten Wirkstoffe, die die Wundheilung beschleunigen und Infektionen verhindern sollen.

1. Oktober 2026
Fraunhofer IKTS entwickelt neue Wundauflagen
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) in Dresden arbeiten an neuartigen Wundauflagen, die den Heilungsprozess von Wunden beschleunigen und Infektionen vorbeugen sollen.

In Deutschland leiden rund eine Million Menschen jährlich an chronischen Wunden, oft bedingt durch Durchblutungsstörungen oder Diabetes. Die Behandlungskosten belaufen sich auf etwa 7,5 Milliarden Euro pro Jahr. Das Fraunhofer IKTS forscht an einer natürlichen Therapie mit wenigen Nebenwirkungen, die auch gegen Antibiotikaresistenzen helfen könnte.

Die Wundauflagen werden mittels Elektrospinning hergestellt, einem Verfahren, bei dem Polymere zu feinen Fasern versponnen werden. In diese Membranen werden verschiedene Wirkstoffe integriert: bakterientötende Bakteriophagen als Alternative zu Antibiotika, wundheilungsfördernde Proteine und antiseptische MXene-Nanomaterialien.

Das Projekt zielt darauf ab, die neuen Wundauflagen bis Mai 2027 fertigzustellen. Ähnliche Technologien könnten auch zur Konservierung von Lebensmitteln eingesetzt werden.

Originalquelle: fraunhofer.de