Fraunhofer ITWM nutzt KI für personalisierte Unterstützung bei Bauchspeicheldrüsenkrebs
Das EU-Projekt RELEVIUM setzt auf KI-Algorithmen und Wearables, um die Lebensqualität von Krebspatienten durch individualisierte Therapiepläne zu steigern.

Das Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM) entwickelt im Rahmen des EU-Projekts RELEVIUM digitale Lösungen, um die palliative Versorgung bei fortgeschrittenem Pankreaskarzinom zu verbessern. Angesichts der hohen Aggressivität dieser Tumorerkrankung liegt der Fokus auf personalisierten Therapieansätzen, die Ernährung, körperliche Aktivität und Schmerztherapie kombinieren.
Die technische Basis bilden smarte Wearables und mobile Applikationen, die den Gesundheitszustand der ambulant behandelten Patienten kontinuierlich erfassen. Mittels erklärbarer Künstlicher Intelligenz (XAI) werden diese Daten analysiert, um dem medizinischen Fachpersonal fundierte Vorschläge für die Interventionsplanung zu liefern. Dieser Ansatz zielt darauf ab, die Versorgung über die rein klinischen Aufenthalte hinaus zu erweitern.
Ein wesentlicher Bestandteil ist die sporttherapeutische Unterstützung, die in Zusammenarbeit mit der Sportmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz gesteuert wird. KI-Modelle passen Trainingspläne auf Basis des Feedbacks aus absolvierten Einheiten automatisch an. Prof. Alexander Scherrer vom Fraunhofer ITWM betont, dass eine solche adaptive Bewegungstherapie entscheidend dazu beiträgt, Erschöpfungssymptome zu lindern und die Kraft im Alltag der Patienten zu stärken.