Fraunhofer LBF entwickelt neues Rollprägesystem für Bipolarplatten
Das Fraunhofer LBF hat ein neues Rollprägesystem entwickelt, das die Produktionskosten von Bipolarplatten, einer Schlüsselkomponente für Brennstoffzellen und Elektrolyseure, halbieren kann.

Das Fraunhofer LBF (Institut für Strukturelle Zuverlässigkeit und Systemintegration) in Chemnitz hat ein neues Rollprägesystem namens BPPflexRoll vorgestellt. Die neue Technologie soll die Herstellungskosten von Bipolarplatten (BPPs), die für Wasserstoff-Brennstoffzellen und Elektrolyseure unerlässlich sind, erheblich senken und so die breitere Einführung von Wasserstofftechnologie beschleunigen.
Traditionell war die Produktion von Bipolarplatten komplex und teuer, was die kosteneffiziente Nutzung von Technologien wie wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen einschränkte. Das BPPflexRoll-System, eine Kooperation des Fraunhofer LBF mit der Profiroll Technologies GmbH, zielt darauf ab, dieses Problem durch die Umstellung von diskontinuierlichen Batch-Prozessen auf einen kontinuierlichen Fertigungsprozess zu lösen.
"Einer der wesentlichen Vorteile ist die erhöhte Prozessgeschwindigkeit. Bis zu 120 Bipolarplatten-Hälften können pro Minute hergestellt werden", sagte Stefan Polster, Leiter der Gruppe Blechbearbeitung und Werkzeugbau am Fraunhofer LBF. Ziel ist es, die Herstellungskosten zu halbieren und die Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie wettbewerbsfähiger zu machen.
Das BPPflexRoll-System verwendet ein Paar Prägerollen, um ein dünnes Metallband zu formen. Dieser Prozess ersetzt die traditionelle Methode, die eine diskontinuierliche Formung und Verbindung separater Hälften beinhaltet. Das System ist bereits am Fraunhofer LBF in Betrieb und verfügt über eine Steuerungstechnik, die mit industriellen Anlagen vergleichbar ist.