Fraunhofer präsentiert Fortschritte in Luftfahrt, Drohnentechnik und Medizin
Fraunhofer-Institute stellen auf der ILA Berlin 2026 neue Technologien für die Luft- und Raumfahrt sowie für die mRNA-Medizin vor.

Die Fraunhofer-Gesellschaft präsentiert auf der ILA Berlin 2026, der internationalen Leitmesse für die Luft- und Raumfahrt, eine Reihe technologischer Entwicklungen.
Unter der Leitung von Fraunhofer AVIATION & SPACE zeigen Forscher Lösungen zur Steigerung von Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit in der Luftfahrt. Schwerpunkte sind die wirtschaftliche Herstellung neuartiger Antriebssysteme, nachhaltiger Materialien und fortschrittlicher Satellitentechnologien.
Forscher des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen (IIS) stellen eine Vernetzungstechnologie zur Steuerung von Drohnenschwärmen vor. Dieser dezentrale Ansatz ist weniger anfällig für Störungen und flexibler als bisherige zentrale Mobilfunklösungen. Drohnenschwärme können zur Überwachung von Baustellen, zur Inspektion von Offshore-Windkraftanlagen oder zur Suche nach Überlebenden nach Naturkatastrophen eingesetzt werden.
Darüber hinaus haben sieben Fraunhofer-Institute im Projekt RNAuto ein automatisiertes, digital gesteuertes Produktionssystem für mRNA-basierte Medikamente und Impfstoffe entwickelt. Das System ist schneller, flexibler und kosteneffizienter, was die Verfügbarkeit von Therapien gegen Krebs, Erbkrankheiten und Infektionskrankheiten verbessern soll.
Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung (IAP) und das Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren (IZFP) arbeiten an der verbesserten Verfügbarkeit von mRNA-basierten Medikamenten. Sie haben ein automatisiertes und digital gesteuertes Produktionssystem entwickelt, das schnell, flexibel und kostengünstig ist.
Das Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut (HHI), präsentiert zudem Technologien für das Thermomanagement im Luft- und Raumfahrtbereich. Mittels Laserbehandlung werden Oberflächen von Satellitenkomponenten und Raketendüsen so modifiziert, dass ihre Wärmeabgabe im Vakuum des Weltraums verbessert wird. Die Forschung zeigt, wie strukturierte Metalloberflächen mit hoher Emissionsfähigkeit eine effizientere Kühlung ermöglichen.