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Technologie

Fraunhofer schlägt deutschen Ansatz für Corona-Tracing-App vor

Das Fraunhofer-Institut hat einen eigenen Vorschlag für eine deutsche Proximity-Tracing-App zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie entwickelt. Die App nutzt Bluetooth-Technologie zur Identifizierung von Infektionsrisiken.

11. Juni 2026
Fraunhofer schlägt deutschen Ansatz für Corona-Tracing-App vor
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Das Fraunhofer-Institut hat einen eigenen Vorschlag für eine deutsche Proximity-Tracing-App zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie entwickelt. Ziel ist die Schaffung eines digitalen Systems, das die etablierten Prozesse der Gesundheitsämter ergänzt und dabei alle notwendigen Datenschutzaspekte berücksichtigt.

Die Kernfunktionalität der App basiert auf der räumlich-zeitlichen Abstandsmessung mittels Bluetooth-Technologie auf Mobiltelefonen. Dies ermöglicht eine digitale Benachrichtigung von Personen, die einem Infektionsrisiko mit SARS-CoV-2 ausgesetzt waren. Das Projekt wurde anfangs durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) gefördert.

Laut Fraunhofer werden durch das konzipierte System keine personenbezogenen Daten wie Standortangaben oder Namen erhoben oder verarbeitet. Die Nutzung der App ist freiwillig und kann jederzeit deinstalliert werden, ohne dass der Server davon Kenntnis erhält. Die Registrierung erfolgt ohne Angabe von Nutzerdaten, was eine datensparsame Umsetzung gewährleistet.

Im Rahmen der Entwicklung gab es eine intensive Zusammenarbeit mit französischen Partnern, um die Kompatibilität sicherzustellen. Beteiligte Fraunhofer-Institute sind das Heinrich-Hertz-Institut (HHI), das Fraunhofer-Institut für Angewandte und Integrierte Sicherheit (AISEC) und das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IIS). Die Funktionalität und Zuverlässigkeit des Systems wurden in Feldtests mit der Bundeswehr überprüft.

Originalquelle: fraunhofer.de