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Technologie

Fraunhofer-Ausgründungen wuchsen 2021 um 15 Prozent

Die Fraunhofer-Gesellschaft gründete 2021 insgesamt 30 neue Spin-off-Unternehmen. Dies entspricht einem Anstieg von rund 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr trotz pandemiebedingter Einschränkungen.

10. Juni 2026
Fraunhofer-Ausgründungen wuchsen 2021 um 15 Prozent
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Die Fraunhofer-Gesellschaft, eine der führenden Organisationen für angewandte Forschung in Europa, meldete für das Jahr 2021 einen deutlichen Zuwachs bei Ausgründungen (Spin-offs). Trotz pandemiebedingter Einschränkungen wurden 30 neue Unternehmen auf Basis von Fraunhofer-Technologien und -Know-how gegründet. Dies stellt einen Anstieg von etwa 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr dar.

Die neu gegründeten Unternehmen konzentrieren sich auf die Entwicklung marktreifer Anwendungen in zukunftsorientierten Bereichen wie Sensorik, künstliche Intelligenz und plattformbasierte Ökosysteme. Weitere Schwerpunkte liegen in den Bereichen Bildgebung, additive Fertigung und nachhaltige Materialien. Fraunhofer Venture, die Abteilung der Fraunhofer-Gesellschaft für die Förderung von Ausgründungen, betreut derzeit rund 60 Beteiligungen und veräußerte im vergangenen Jahr seine Anteile an vier Unternehmen.

Die Ausgründungen der Fraunhofer-Institute erfuhren 2021 auch eine gestiegene Investoreninteresse. Finanzierungsrunden wurden im Durchschnitt deutlich früher abgeschlossen, und das pro Investment aufgenommene Wagniskapital stieg um etwa 10 Prozent. Internationale Investoren richten ihr Augenmerk zunehmend auf deutsche Forschungsausgründungen, wie beispielsweise die Beteiligung von Reliance New Energy Solar Ltd. an NexWafe GmbH oder die Investition der österreichischen Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) in Ampeers Energy GmbH.

Fraunhofer-Präsident Prof. Reimund Neugebauer betonte die Bedeutung dieser High-Tech-Spin-offs als wesentlichen Kanal für den Technologietransfer in Industrie und Gesellschaft. Er hob hervor, dass die Kombination aus wissenschaftlicher Exzellenz und unternehmerischem Denken entscheidend ist, um gesellschaftliche Herausforderungen wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit zu bewältigen.

Originalquelle: fraunhofer.de