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Wissenschaft

Fraunhofer-Testgelände Adressiert Gefahr Durch Unterwasser-Munition

Das Fraunhofer-Institut hat das "Digital Ocean Lab", eine einzigartige Unterwasser-Testanlage in der Ostsee, eingerichtet, um die Gefahren alter Munition auf dem Meeresboden zu identifizieren und zu bewerten.

24. September 2026
Fraunhofer-Testgelände Adressiert Gefahr Durch Unterwasser-Munition
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Forscher des Fraunhofer-Instituts arbeiten an der Verbesserung von Methoden zur Identifizierung und Bewertung der Risiken, die von Munition aus der Zeit der Weltkriege ausgehen, welche auf dem Meeresboden liegt. Zu diesem Zweck wurde nahe Rostock an der Ostseeküste ein einzigartiges Testgelände namens "Digital Ocean Lab" eingerichtet.

Schätzungsweise 1,6 Millionen Tonnen nicht explodierter Kampfmittel verrotten auf dem Grund der Ost- und Nordsee. Diese alten Minen und Bomben stellen eine erhebliche Bedrohung für marine Ökosysteme, Menschen und Infrastruktur dar. Mit der Zeit rosten die Munitionshüllen und werden spröde, wodurch giftige Substanzen wie TNT und Senfgas freigesetzt werden.

Zur Verbesserung der Detektion entwickeln und testen Fraunhofer-Forscher intelligente Sensorsysteme. Eine wesentliche Herausforderung besteht darin, schnell größere Flächen zu erfassen und Munitionsreste zu identifizieren, insbesondere wenn ihre Schutzhüllen bereits zerfallen sind.

Das "Digital Ocean Lab" bietet eine realistische Umgebung für die Erprobung verschiedener Technologien. Das Gelände weist unterschiedliche Meeresbodenbedingungen auf und ist sowohl mit Übungsmunition als auch mit echten, entschärften Sprengkörpern ausgestattet. Die Experten von Fraunhofer stellen die notwendige Infrastruktur und Expertise für Tests bereit, was eine effiziente Entwicklung und den Einsatz neuer Sensoren und Unterwasserrobotersysteme ermöglicht.

Originalquelle: fraunhofer.de